Mailath ehrt Schröder

 

erstellt am
20. 03. 14
11.30 MEZ

"Visionär, kompetenter Kulturmanager, versierter Kunsthistoriker"
Wien (rk) - Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, wurde am 19.03. mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien ausgezeichnet. Zahlreiche Prominenz aus Kultur und Politik waren gekommen, um an der Feierstunde teilzunehmen, darunter Vzbgm. a. D. Sepp Rieder, Botschafter Detlev Rünger (Dt.), Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl, MAK-Direktor Christoph Thun-Hohenstein, Tourismusdirektor Norbert Kettner, Schriftsteller Robert Menasse, Architekt Gustav Peichl, Michael Horowitz, Chefredakteur Kurier-Freitzeit.

"Klaus Albrecht Schröder hat mit dem Bank Austria Kunstforum, Leopoldmuseum und der Albertina drei Leuchttürme des Wiener Kulturlebens begründet", so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny. "Insbesondere die Albertina hat er wieder auf die kulturelle Landkarte gesetzt und als einen der attraktivsten und unverwechselbarsten Orte in Europa positioniert. Klaus Albrecht Schröder war als kompetenter Kulturmanager und versierter Kunsthistoriker mit Sicherheit die richtige Persönlichkeit dafür".

"Die Albertina ist heute ein Ort der Begeisterung und der Begegnung. Das Lebenswerk von Klaus Albrecht Schröder konnte nur realisiert werden, weil er selbst immer davon überzeugt war. Dank dieser Überzeugungskraft hat er andere immer von seinen Ideen und Visionen begeistert", weiß Konrad Paul Liesmann. "Mit seinem Wirken hat Klaus Albrecht Schröder Wien ein Stück Urbanität und Identität gegeben".

"Wien ist meine Heimat geworden", sagt der in Linz geborene Museumsdirektor. "Wien ist tolerant, weltoffen und urban und bietet all das, ohne das ich nicht leben könnte - Opern- und Konzerthäuser, Literatur, Film und natürlich die Kunst. Nur in Wien wird man mit Sternstunden der Kultur konfrontiert". Schröder betonte auch in seinen Dankesworten, dass er die Auszeichnung vor allem für seine zahlreichen WeggefährtInnen entgegennähme, die an seiner Seite gekämpft haben.

Klaus Albrecht Schröder wurde 1955 in Linz geboren. Er studierte von 1976-1983 Kunstgeschichte und Geschichte an der Universität Wien und promovierte mit einer Arbeit über Richard Gerstl. Nach Abschluss seines Studiums war Schröder Studienassistent am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Wien. 1988 übernahm er die Leitung des neu unter dem Namen "Kunstforum der Länderbank" gegründeten Ausstellungsraums der Bank Austria. Gezeigt wurde vor allem Kunst der klassischen Moderne, beginnend mit der gut besuchten Schau "Egon Schiele und seine Zeit" aus der Sammlung Leopold. Schröders Zeit am Kunstforum endete im Jahr 2000 mit der erfolgreichen Ausstellung "Cézanne. Vollendet - Unvollendet".

Von 1996 bis 1999 war Klaus Albrecht Schröder Vorstandsmitglied und kaufmännischer Direktor der Stiftung Leopold und Bau-Koordinator für die Errichtung des heutigen Leopold Museums.

1999 wurde er zum Direktor der Grafischen Sammlung Albertina berufen. Zum Jahresanfang 2000 wurde das Museum von der Bundesverwaltung ausgegliedert und in eine Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt. Nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten, konnte das Haus 2003 wieder eröffnet werden. Schröder gelang es, die Albertina zu einem der meistbesuchten Museen Österreichs zu machen.

Seit Mai 2000 ist Klaus Albrecht Schröder der österreichische Vertreter im Auswahlgremium der siebenköpfigen Beratergruppe für Kunstausstellungen des Europarats. Der Kunsthistoriker und Kulturmanager hält weltweit Vorträge über Museumsmanagement und ist auch als Hochschullehrer tätig.

 

 

 

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