Prammer und Lampel bei Konferenz der
 ParlamentspräsidentInnen

 

erstellt am
07. 04. 14
11.30 MEZ

NR-Präsidentin spricht zur Situation der Roma und Sinti in Europa
Vilnius/Wien (pk) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und Bundesratspräsident Michael Lampel nehmen am 07. und 08.04. in der litauischen Hauptstadt Vilnius an der jährlichen Konferenz der PräsidentInnen der Parlamente der EU-Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments teil. Auf Prammers Betreiben hin wird die Versammlung am 8. April einen Tagesordnungspunkt dem Internationalen Tag der Roma widmen. Im Anschluss soll eine Deklaration verabschiedet werden, die konkrete Fortschritte beim Zugang zu Bildung, Beschäftigung, zur Gesundheitsfürsorge, zu Wohnraum und grundlegenden Diensten einfordert. Gleichzeitig hält die Deklaration fest, dass Strategien zur Verbesserung der Lage der Roma nur gemeinsam mit ihnen, ihren VertreterInnen und ihren Organisationen erfolgreich sein können.

Die Konferenz wird sich mit der Rolle der Parlamente im Kampf gegen die Folgen der internationalen Finanz- und Wirtschaftskrise beschäftigen. Weitere Themen sind die Erfahrungen mit der Subsidiaritätskontrolle fünf Jahre nach Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon, die interparlamentarische Kooperation mit den Ländern im Rahmen der osteuropäischen Partnerschaft sowie die Zusammenarbeit auf parlamentarischer Ebene in den Bereichen Frieden, Sicherheit und Justiz. Zur Eröffnung der Tagung werden u. a. Loreta Grauziniene, Vorsitzende des litauischen Parlaments und Gastgeberin, EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sprechen.

Nationalratspräsidentin Prammer wird sich in ihrer Rede aus Anlass des Internationalen Roma-Tages mit der Situation dieser Volksgruppe auseinandersetzen. Diese sei, so Prammer, in einigen EU-Mitgliedsländern heute besonders beunruhigend: "Nicht nur, dass sie am Rande der Gesellschaft in sehr schlechten wirtschaftlichen Verhältnissen leben sowie im Bildungssektor und am Arbeitsmarkt ausgegrenzt sind, haben sie auch mit offener Diskriminierung bis hin zu persönlichen Angriffen zu kämpfen."

Von den schätzungsweise 10 bis 12 Millionen Roma und Sinti sind etwa die Hälfte Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union. Die 28 Mitgliedstaaten haben sich verpflichtet, durch gezielte Maßnahmen die Integration zu beschleunigen. Angesichts der Lebensrealität vieler Roma und Sinti sei es allerdings höchste Zeit, die Strategien auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene in effektive und nachhaltige Aktionen umzusetzen, fordert Prammer.

 

 

 

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