Karas am Unternehmerinnenkongress: Europa
 stärken und Chancen nutzen

 

erstellt am
04. 04. 14
11.30 MEZ

Starkes, gemeinsames Europa ist die beste Zukunftsversicherung für österreichische Unternehmen - EU unterstützt vor allem kleine und mittlere Betriebe als Rückgrat unserer Wirtschaft
Wien (karas) "Frau in der Wirtschaft" lud am 03.04. nach Graz zum bereits 3. Unternehmerinnenkongress. Dieser stand ganz unter dem Motto "Stubenhocken war gestern". Othmar Karas, der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, rückte bei seiner Rede vor 450 Unternehmerinnen Europa ins Zentrum der Debatte: "Stubenhocken ist gerade aus wirtschaftlicher Sicht kein Zukunftsprogramm. Denn die Chancen warten meist gleich vor der Türe. Gerade in Europa", so Karas. Vor allem Unternehmerinnen und Unternehmer profitieren von einem starken Europa. Die Vorteile, die Österreich durch die Mitgliedschaft in der EU hat, liegen auf der Hand: Zwei Drittel unseres österreichischen Wohlstands sind von Exporten abhängig – und 80 Prozent der österreichischen Exporte gehen nach Europa. Die Ostöffnung, der EU-Beitritt, die EU- Erweiterungen seit 2004 und die Mitgliedschaft in der Eurozone haben insgesamt ein Prozent zum jährlichen realen BIP-Wachstum beigetragen. "Das hat uns beachtliche 375.000 zusätzliche Arbeitsplätze gebracht" stellt Karas klar.

Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments ist sich sicher, dass ein starkes, gemeinsames Europa die beste Zukunftsversicherung für Österreich und die österreichischen Unternehmen ist. "Deshalb müssen wir gemeinsam daran arbeiten, dass Europa wirklich fit für die Zukunft wird." Seit 2009 hat das Europäische Parlament deutlich ausgeweitete Kompetenzen und viel erreicht, was auch für die Wirtschaft von Vorteil ist: "Wir haben neue Regeln für die Banken geschaffen. Dadurch sollen keine Steuergelder mehr zur Rettung von Banken verwendet werden müssen. Die Banken sollen sich auf ihre erste gesellschaftliche Funktion konzentrieren: Auf die Finanzierung der Realwirtschaft." Zudem bleibt verantwortungslose Schuldenpolitik nicht mehr ungeahndet. Wer die Euro- Spielregeln nicht einhält, der muss mit Sanktionen rechnen.

"Damit Österreich wirtschaftlich und sozial erfolgreich ist, müssen wir weiter an einem starken Europa arbeiten. Wir müssen die EU weiter wettbewerbsfähiger machen, die Schulden in den Griff bekommen, die Unternehmen stärken, Bürokratie abbauen und in Forschung und Innovation investieren. Ich stehe für wirtschaftliche Stärke und Arbeitsplätze durch Wachstum. Ich will keine Schuldenunion, ich will eine Chancenunion für unsere Unternehmen, ihre Mitarbeiter und für die jungen Menschen", so Karas, der abschließend festhält: "Genau so verstehe ich meine Arbeit im Europäischen Parlament. Ich konstruiere keine populistischen Gegensätze zwischen der EU und Österreich, weil ich weiß, dass eine bessere EU auch für Österreich besser ist. Besser für unsere Unternehmen, besser für unsere Regionen, besser für unsere Bürgerinnen und Bürger."

 

 

 

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