Gemeinsames Ländermodell macht
 Pflegeausbildung fit für die Zukunft

 

erstellt am
15. 05. 14
11.30 MEZ

Wehsely sieht weitreichenden Beschluss als Meilenstein in der Neuausrichtung der Pflegeberufe
Wien (rk) - Die seit 2007 stattfindende Diskussion zur Ausrichtung der Pflegeberufe hat bei der LandesgesundheitsreferentInnenkonferenz vom 14.05. eine erfreuliche Weiterentwicklung erfahren. Die Wiener Gesundheits- und Sozialstadträtin Sonja Wehsely zeigt sich nach der erfolgreichen Verhandlung auf Länderebene über das einstimmig beschlossene Modell zur Neuausrichtung der Pflegeberufe höchst erfreut. "Dieser weitreichende Beschluss der Länder stellt eine Innovation in der Ausrichtung der Pflegeberufe dar und ist ein wichtiger Fortschritt für die Gesundheitsversorgung dieses Landes."

Bundesländermodell sieht zukünftig drei Säulen der Pflegeberufe vor
Die drei Säulen führen von der Pflegehilfe über Pflegeassistenz zum zukünftig tertiär ausgebildeten gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege. Durch das neue Modell ist eine klare Regelung der Tätigkeitsbereiche und Aufgabengebiete der einzelnen Berufsgruppen sichergestellt. Besonders wichtig scheint in diesem Zusammenhang auch die bundesweit einheitliche Lösung des Modells, welches gestern die Zustimmung aller neun Länder gefunden hat.

Durch die besondere Durchlässigkeit dieses Modells wird es in Zukunft auch möglich sein, sich von der Pflegehilfe zur Pflegeassistentin bis hin zum gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege, welcher tertiär ausgebildet wird, weiterzuentwickeln. Die geplante neue Säule der Pflegeassistenz soll definierte Tätigkeiten des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege eigenständig übernehmen können. Wichtig ist Wehsely in diesem Zusammenhang, dass es keine Schlechterstellung für die bisher ausgebildeten diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen geben wird. "Das Tätigkeitsprofil der tertiär Ausgebildeten wird sich von den derzeitig ausgebildeten diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen nicht unterscheiden. Selbstverständlich werden auch die zukünftig tertiär Ausgebildeten direkt im patientInnennahen Bereich arbeiten. Ganz nach dem Motto: Die Besten ans Bett", betont Wehsely.

"Ein generalistisches Modell der Pflegeberufe schafft Flexibilität für die Trägereinrichtungen und sichert nachhaltig die Qualität zur universellen Einsetzbarkeit der Pflegepersonen - zur Zufriedenheit der MitarbeiterInnen und zum Wohl der PatienInnen", so Wehsely weiter.

"Umso wichtiger ist es daher, dass dem Beschluss der LandesgesundheitsreferentInnen Folge getragen wird und - wie beschlossen - bis Juni ein entsprechender Gesetzesentwurf vom Bundesministerium für Gesundheit vorgelegt wird", so Wehsely abschließend.

 

 

 

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