Start von "Politik on Tour" in Spittal

 

erstellt am
13. 05. 14
11.30 MEZ

LH Kaiser bei Auftaktveranstaltung – Gemeinsame Workshops von Jugend und Politik zum Thema EU
Klagenfurt (lpd) - Themen- und sachbezogene Diskussionen mit hochrangigen Politikern – das soll „Politik on Tour“ Kärntner Schülerinnen und Schülern ermöglichen. Start dieses neuen, von Bildungsreferent Landeshauptmann Peter Kaiser und Jugendreferentin LHStv.in Beate Prettner initiierten Projekts war am 12.05. in Spittal/Drau zum Thema „EU-ropa: Was ist das?“. Nach dem Auftakt in Spittal wird es noch fünf weitere Veranstaltungen in Kärnten geben. Fixiert ist bereits der nächste Termin am 23. Juni in St. Veit/Glan zum Thema Wirtschaft. Umgesetzt wird das Projekt von Peter Filzmaiers Institut für Strategieanalysen (ISA).

„Wir alle sind in eine Zeit geboren, in der es nur demokratische Zustände gibt und Demokratie zur Selbstverständlichkeit geworden ist“, sagte der Landeshauptmann. Aber Demokratie sei keine Selbstverständlichkeit – sie müsse jeden Tag neu erarbeitet werden. Kaiser wies darauf hin, dass früher Menschen für Wahlen gekämpft hätten und sogar dafür gestorben seien. Daher sei es sehr traurig, dass beispielsweise bei den letzten EU-Wahlen nur 36 Prozent aller Wahlberechtigten in Kärnten diese Möglichkeit zur Mitentscheidung wahrgenommen hätten. „Ich will alles tun, um die Wahlbeteiligung zu steigern und das nicht mit Bitten und Flehen oder mit Verweisen auf die Vergangenheit, sondern mit der Möglichkeit, in einem offenen Dialog über Dinge zu reden, die uns alle angehen.“

Der Landeshauptmann betonte, dass man die eigene Zukunft mitgestalten könne, wenn man seine Stimme nutze. „Die EU hat 28 Mitgliedsstaaten, aber nur in einem einzigen – nämlich Österreich – kann man bereits ab 16 Jahren wählen.“ Das sei eine große Herausforderung und auch Anforderung. „Ihr habt die doppelte Wahl, sowohl aktiv mitgestalten zu können, als auch zu bestimmen, in welche Richtung die Entscheidungen zu gehen haben“, so Kaiser. Ein schöner Erfolg wäre es für den Landeshauptmann, wenn am Abend des 25. Mai 2014 feststehen würde, dass die Wahlbeteiligung gesteigert werden konnte und wenn viele junge Menschen mitgestimmt hätten.

„Das Themeninteresse von Jugendlichen soll so gefördert werden, dass alle die gleichen Zugänge haben“, beschrieb Spittals Bürgermeister Gerhard Pirih die Intention des Projekts „Politik on Tour“. Die Workshops in Spittal sollen den Schülerinnen und Schülern die Europapolitik näher bringen und zeigen, dass Politik nicht immer nur mit Streit gleichzustellen sei. „Alles Gute für die Zukunft – sie soll unserer Jugend gehören“, so Pirih.

„Ich will neugierig machen auf das Thema Europa“, sagte Politikexperte Filzmaier in seinem Impulsreferat, in dem er den interessierten Jugendlichen grundlegende Themen Europas und die Meinung der Bevölkerung hinsichtlich EU näherbrachte.

„Politik on Tour“ soll die unterschiedlichen Zugänge der Parteien zu Sachthemen sichtbar machen und zeigen, dass parteipolitisches Arbeiten nicht unmittelbar mit Konflikt und Streit gleichgesetzt werden kann. Bei der Veranstaltung in Spittal gab es fünf Workshops mit Jugendlichen, die jeweils von einer Parteienvertreterin oder einem Parteienvertreter geleitet wurden. Teilgenommen haben rund 150 Schülerinnen und Schüler der HLW Spittal/Drau, des BORG Spittal/Drau, des BRG Spittal, des BG Porcia und der BHAK Spittal/Drau. Unter den Anwesenden waren unter anderen Landesrat Gerhard Köfer, die Landtagsabgeordneten Johanna Trodt-Limpl, Barbara Lesjak, Herwig Seiser und Hartmut Prasch sowie Landesschulratspräsident Rudolf Altersberger und Bezirkshauptmann Klaus Brandner.

 

 

 

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