Wallner: Vorarlberg hat in einem vereinten
 Europa die besseren Chancen

 

erstellt am
13. 05. 14
11.30 MEZ

Landesregierung lud zu "Treffpunkt Europa" in die Fachhochschule Vorarlberg
Dornbirn/Bregenz (vlk) – Bei einer Rede anlässlich des Europatages (9. Mai) hat sich Landeshauptmann Markus Wallner am 12.05. im Foyer der Fachhochschule Vorarlberg vor zahlreichen Gästen zu einem Europa der Chancen bekannt. "Vorarlberg hat die Möglichkeiten, die sich mit dem EU-Beitritt Österreichs eröffnet haben, erfolgreich genutzt", betonte Wallner. Umgekehrt könne das Projekt Europa von einer stärkeren Rolle der Regionen profitieren.

Zur positiven Entwicklung Vorarlbergs in den letzten Jahren habe die Mitgliedschaft Österreichs bei der Europäischen Union wesentlich beigetragen, sagte Landeshauptmann Wallner. Eine 200-prozentige Steigerung des jährlichen Exportvolumens, ein deutliches Plus im Tourismus, Rekordwerte bei der Beschäftigung – für diese Ergebnisse seien der europäische Binnenmarkt, die gemeinsame Währung sowie die Personenfreizügigkeit wichtige Voraussetzungen gewesen. "Es ist uns außerdem gelungen, in den letzten sieben Jahren rund 250 Millionen Euro an EU-Fördermitteln nach Vorarlberg zu holen", hob Wallner hervor und ergänzte: "Mit diesen Mitteln wurde eine Vielzahl an Projekten finanziert, die ganz unmittelbar Auswirkungen auf die Region und die Bevölkerung haben."

Für ein Europa der Regionen
Im Hinblick auf die Weiterentwicklung der Europäischen Union hält Landeshauptmann Wallner eine Stärkung der Regionen für einen vielversprechenden Weg: "Gerade wegen ihrer Nähe zu den Menschen verfügen Regionen über die Fähigkeit, wesentlich effizienter als Nationalstaaten die Herausbildung einer grenzüberschreitenden, europäischen Zusammenarbeit voranzubringen. Regionen wie Vorarlberg profitieren nicht nur von der EU-Mitgliedschaft, sie können auch einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des europäischen Integrationsprojekts leisten."

Dass man der Europäischen Union in Vorarlberg grundsätzlich sehr positiv gegenüberstehe, bedeute jedoch nicht, dass man sich nicht gleichzeitig einen kritischen Blick bewahre, so Wallner. "Wir wehren uns, wenn wir falsche Entwicklungen sehen. Das haben wir bei der Saatgutverordnung genauso bewiesen wie bei der Frage der Eigentumsverhältnisse der Wasserressourcen oder zuletzt durch unsere konsequente Haltung gegen Fracking."

Als Gastreferent war Michael Linhart, Generalsekretär für auswärtige Angelegenheiten im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, zu der Veranstaltung in der Fachhochschule eingeladen. Auch er ging in seinem Referat mit dem Titel "Europa der Regionen – Europa der Zukunft" auf das Verhältnis der unterschiedlichen politischen Räume zueinander ein. Beim anschließenden Empfang bot sich allen Anwesenden die Gelegenheit, die angesprochenen Themen ausführlich zu diskutieren.

 

 

 

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