"Schaffa im Ländle"-Stiftung verhilft
 zu besseren Arbeitsmarkt-Chancen

 

erstellt am
30. 05. 14
11.30 MEZ

LH Wallner und LSth. Rüdisser: "Kein Jugendlicher in Vorarlberg darf zurückgelassen werden"
Bregenz (vlk) - Neben dem vielfältigen Bemühen um arbeitsuchende ältere Menschen setzt das Land gemeinsam mit den Sozialpartnern und dem AMS auch im Bereich Jugendbeschäftigung kräftige Akzente. Für die Anfang März neu angelaufene Zielgruppenstiftung "Schaffa im Ländle" hat die Landesregierung kürzlich 130.000 Euro bereitgestellt, berichten Landeshauptmann Markus Wallner und Wirtschaftsreferent Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser. Im Fokus der Qualifizierungsmaßnahme: junge Menschen im Alter von 19 bis 30 Jahren, die lediglich über einen Pflichtschulabschluss verfügen und arbeitslos gemeldet sind.

Für Jugendliche, die lediglich über einen Pflichtschulabschluss verfügen, ist die Gefahr, in die Arbeitslosigkeit abzurutschen, überdurchschnittlich hoch. Die Zielgruppenstiftung "Schaffa im Ländle" will gerade diese Jugendlichen auffangen und ihnen eine Art zweite Chance eröffnen, erläutert Landeshauptmann Wallner die Intention hinter der Initiative: "Jungen beschäftigungslosen Menschen wird die Möglichkeit eingeräumt, eine Lehrausbildung mit begleitender Betreuung nachzuholen".

Niemanden abschreiben
Organisiert und durchgeführt wird "Schaffa im Ländle" von Integra Vorarlberg. Neben Land und Arbeitsmarktservice (AMS) sind die Wirtschafts- und Arbeiterkammer weitere Projektpartner. "Vom erklärten Landesziel, jedem Jugendlichen eine gute Perspektive zu bieten, wollen wir weiterhin keinen Millimeter abrücken. Vorarlberg kann es sich nicht leisten, auch nur einen Jugendlichen zu verlieren", verweist der Landeshauptmann auf die nach wie vor gültige Beschäftigungs- und Ausbildungsgarantie für junge Menschen in Vorarlberg. Diese stellt sicher, dass jeder Jugendliche, der länger als drei Monate arbeitssuchend vorgemerkt ist, innerhalb der nächsten drei Monate ein Job- oder ein Ausbildungsangebot erhält.

50 Jugendliche in Vorphase
Die junge Generation beim Ein- bzw. Wiedereinstieg in den regulären Arbeitsmarkt aktiv zu unterstützen, sei ein wichtiger arbeitsmarktpolitischer Schwerpunkt des Landes, sagt auch Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser: "Im Vordergrund der Maßnahme steht, die Chancen und Perspektiven der Stiftungsteilnehmenden am Arbeitsmarkt nachhaltig zu verbessern". Ausbildungsmöglichkeiten gibt es in den Bereichen Verkauf, Tourismus, Handwerk und Technik. Die Dauer der Maßnahme beträgt in der Regel 24 Monate, in begründeten Fällen ist eine Verlängerung von maximal 18 Monaten möglich. Das AMS zahlt den Teilnehmenden während ihrer Ausbildungszeit eine Beihilfe zur Deckung des Lebensunterhalts. Hinzu kommen ein Mobilitätszuschuss und ein Stipendium. Aktuell befinden sich 50 Jugendliche in der Vorphase unmittelbar vor dem Stiftungseintritt.

Professionelle Begleitung
Gleich zu Beginn erhalten die Teilnehmenden von Seiten des Integra-Expertenteams Hilfe bei der Erarbeitung eines realistischen Ausbildungszieles und bei der Planung der notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen. Anschließend wird in Vorarlberger Betrieben nach einem geeigneten Ausbildungsplatz gesucht. Ist ein solcher gefunden, werden zwischen Betrieb, Auszubildenden und der Integra Vorarlberg ein Kooperationsvertrag geschlossen sowie ein Bildungsplan vereinbart. Bis zur Erreichung des Maßnahmenziels werden Betrieb und Stiftungsteilnehmende von Integra gecoacht. Es gibt Lernhilfen sowie ein Erfolgs- und Bildungscontrolling.

 

 

 

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