Bures: Mit neuem Hauptbahnhof rückt
 Wien ins Herzen Europas

 

erstellt am
11. 06. 14
11.30 MEZ

Größtes Verkehrs- und Umweltprojekt der letzten Jahre stärkt Wirtschaftsstandort, schafft Arbeitsplätze, verbessert Fahrgastkomfort
Wien (sk) - Mit Dezember 2014 werden die ersten Fernverkehrszüge den neuen Wiener Hauptbahnhof verlassen, ein Jahr später werden die ÖBB ihren gesamten Fernverkehr über das neue Bahnhofsystem Wien Hauptbahnhof und Wien Meidling führen. "Der neue Hauptbahnhof ist mehr als ein Bahnhof. Mit ihm wird Wien zu einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte im Herzen Europas", betonte Verkehrsministerin Doris Bures am 10.06. bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit ÖBB-Vorstandsvorsitzendem Christian Kern. "Umweltfreundliche Mobilität und moderne Verkehrsmittel sind ein entscheidendes Kriterium für einen erfolgreichen Wirtschaftsstandort", führte die Ministerin weiter aus. Der neue Hauptbahnhof, der "ohne Zweifel das Herzstück unserer Infrastrukturinvestitionen ist", sei wichtig für ganz Österreich im Hinblick auf Wachstum, Tourismus und Arbeitsplätze.

"Wir investieren mehr als eine Milliarde Euro in den Neubau", erläuterte Bures. Das sei "unbestritten sehr viel Geld", das Projekt bringe aber genauso unbestritten einen sehr hohen wirtschaftlichen Nutzen. "Es löst Folgeinvestitionen von rund drei Milliarden Euro aus", betonte Bures. "Ein ganz neues Stadtviertel entsteht" mit rund 20.000 Arbeitsplätzen und 5.000 Wohnungen. Beim gesamten Projekt wurde auf ein "strenges Controlling bei den Investitionen" geachtet, denn "Bauen ist kein Selbstzweck", betonte Bures.

Der neue Hauptbahnhof ist eines der größten verkehrspolitischen Projekte der letzten Jahre, insgesamt ist der Ausbau der umweltfreundlichen Schiene auch das "größte Umweltprojekt", betonte Bures. "Die Lebens- und Umweltqualität wird steigen, in Wien, in der Region und in ganz Österreich", unterstrich die Ministerin. Ressourcenschonung und Energieeffizienz standen daher auch beim Bau der Gebäude im Mittelpunkt. So wurden moderne Technologien wie Photovoltaik und Geothermie zur Anwendung gebracht. Beim Bau wurde darauf geachtet, Transportwege zu minimieren. Wie effizient das Projekt umgesetzt wird, zeigt, dass die "Anlagenproduktivität verdoppelt wurde, der Flächenbedarf halbiert", erklärte die Ministerin.

Im Zentrum aller Überlegungen stehe jedoch immer der Kundennutzen, betonte Bures. "Wir bieten ein schnelleres, effizienteres und attraktiveres Angebot mit enormen Fahrzeitverkürzungen", auch die Zugänglichkeit stand beim gesamten Projekt im Fokus - Stichwort: Barrierefreiheit. Um den Fahrgastkomfort zu erhöhen, wird außerdem der "intermodale Verkehr" weiter optimiert und verschiedene Verkehrsträger mit eingebunden und intelligent verknüpft. Bures wies hier insbesondere auf die Direktverbindung zwischen Hauptbahnhof und Flughafen Wien hin.

Der neue Wiener Hauptbahnhof bildet als einer der "wichtigsten Mosaiksteine" den Abschluss des Ausbaus der Westachse, sagte die Ministerin. Man werde nun mit "viel Elan und Engagement" an den weiteren Ausbau der Südachse gehen, so Bures.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.hauptbahnhof-wien.at

 

 

 

 

 

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