Österreich erhält wieder Bestnoten

 

erstellt am
23. 06. 14
16.00 MEZ

Coface sieht Verbesserung der Länderbewertungen in Westeuropa und in den neuen Schwellenländern
Wien (coface) - Das erste Quartal 2014 bestätigt eine Beschleunigung des weltweiten Wirtschaftswachstums: Nach +2,6% im Jahr 2013 prognostiziert Coface für 2014 einen Anstieg von knapp +3,0% und +3,3% für 2015. Die Eurozone erholt sich langsam (+1,1% im Jahr 2014). Die USA wächst dynamisch und ausgewogen (+2,7% im Jahr 2014). Während die Industrieländer im Jahr 2013 nur ein Viertel zum Weltwirtschaftswachstum beitrugen, ist es 2014 ein Drittel und bei den Schwellenländern sind es zwei Drittel.

Österreich wieder in der besten Bewertungsstufe
Nach fünf Jahren haben Österreich und Deutschland wieder den Aufstieg in die beste Coface-Bewertungsstufe A1 geschafft. Diese teilen sie sich unter anderem mit den USA, Japan und der Schweiz. In Österreich profitieren die traditionell kapitalstarken Unternehmen von den günstigen Krediten und der wirtschaftlichen Erholung Deutschlands, Amerikas und Osteuropas. Außerdem gehen die Unternehmensinsolvenzen in den letzten Monaten zurück.
Für Deutschland wird ein bemerkenswertes Wirtschaftswachstum von +2% im Jahr 2014 prognostiziert (+0,5% in 2013). Deutschland kann damit seine Rolle als Motor Europas bestätigen. Der Konsum, bisher schwach, ist jetzt dynamisch und die Investitionen steigen. Das Vertrauen der Unternehmen in die Wirtschaft ist aufgrund der sinkenden Zahlen (-8% über ein Jahr) und Kosten (-30%) der Unternehmensinsolvenzen hoch.

Großbritannien wurde in die Bewertungsstufe A2 aufgestuft. Die starken Unternehmensinvestitionen, Schlüsselfaktor für die Wirtschaftstätigkeit 2014 und 2015, treiben die Wirtschaft an. Die Wachstumsprognose könnte mit +2,7% im Jahr 2014 sogar Deutschland übertreffen. Der Aufschwung wird durch den Rückgang der Arbeitslosigkeit weiter gestärkt. Die Bank of England hat außerdem Maßnahmen gesetzt, um die übersteigerte Fokussierung auf Immobilien abzuschwächen und um KMU den Zugang zu günstigen Krediten zu erleichtern. Die britische Industrie zeigt dynamische Innovationen und florierenden Export in den Bereichen Pharma, Automobil, Luftfahrt und Rüstung.

Eine weitere positive Veränderung gibt es für Spanien, das jetzt in der Bewertungsstufe B auf die positive Watchlist gesetzt wurde. Die spanische Wirtschaft kommt wieder in Schwung - mit einem prognostizierten Wachstum von +1,2% 2014 und +1,7% für 2015. Die Exporte - insbesondere in Schwellenländer - steigen weiter, begünstigt durch die niedrigen Arbeitskosten. Trotz der hohen Schulden des Privatsektors hat der Abbau der Unternehmensschulden begonnen. Coface verzeichnet einen deutlichen Aufschwung der finanziellen Situation der Unternehmen: Die Margen (45% in 2013) und der Cashflow (über 100%) sind wiederhergestellt. Die hohe Arbeitslosigkeit und Verschuldung der privaten Haushalte sind jedoch nach wie vor große Schwachstellen. Dennoch stellt die positive Entwicklung der Inlandsnachfrage, nach den bemerkenswerten Exportzahlen, eine ausgesprochen gute Entwicklung dar.
Lettland trägt die Hauptlast des geopolitischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine

Lettland verliert in der Bewertungsstufe B die Kennzeichnung positive Watchlist. Das ist auf die hohe Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen und auf das sinkende Vertrauen der osteuropäischen Unternehmen durch die geopolitischen Spannungen um die Ukraine zurückzuführen.

Kenia, Ruanda, Nigeria und Sri Lanka: hohes Potential
Das Wirtschaftswachstum bleibt hoch in den Schwellenländern: +4,4% im Jahr 2014 und +4,7% 2015. Diese Länder profitieren immer noch von der wachsenden Mittelklasse und ziehen, vor allem im Export, Vorteile aus den verbesserten Wachstumsaussichten der Industrieländer. Die Dynamik der großen Schwellenländer wird von inländischen Versorgungsengpässen und politischen und sozialen Risiken abgeschwächt. Andere, vielversprechende Schwellenländer leiden hingegen nicht oder weniger stark unter diesen Schwachpunkten. Trotz des oft schwierigen Geschäftsumfeldes ist das Wachstumspotential in verschiedenen afrikanischen und asiatischen Ländern besonders hoch. Coface stellt daher eine Verbesserung der Länderbewertungen von Kenia (B), Nigeria (C) und Ruanda (C) fest. Sri Lanka profitiert ebenfalls vom regen Wachstum (Prognose: +7% für 2014 und +6,5% für 2015). Dieses wird vor allem durch die stark steigende Anzahl an Expatriates und einen Anstieg der Einnahmen angetrieben.

Sri Lanka und Kenia gehören zu den von Coface definierten Top 10 der neuen, vielversprechenden Schwellenländer.

Über Coface
Die Coface-Gruppe ist ein weltweit führender Kreditversicherer und bietet Unternehmen auf der ganzen Welt Lösungen für das Forderungsmanagement im Inlands- und Exportgeschäft. 2013 erreichte die Gruppe einen konsolidierten Umsatz von 1,4 Mrd. Euro. 4.400 Mitarbeiter in 66 Ländern bieten weltweiten Service vor Ort.

In Frankreich ist Coface Mandatar für die staatlichen Exportkreditgarantien. Coface ist eine Tochtergesellschaft von Natixis, einer Gesellschaft der Groupe BPCE für Unternehmensfinanzierung, Investment Management und spezielle Finanzservices.

 

 

 

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