Basel: Jenni Tischer und WienTourismus

 

erstellt am
24. 06. 14
16.00 MEZ

Art Basel Collectors Lounge gab ersten Vorgeschmack auf Tischers Ausstellung im mumok
Basel/Wien (mumok) - Das mumok freut sich, dass Jenni Tischer (*1979) - im vergangenen Jahr auf der Art Basel mit dem Baloise Kunst-Preis 2013 ausgezeichnet - auch dieses Jahr wieder dort vertreten war. Bevor sie ab 18. Oktober 2014 unter dem Titel "Pin" ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Wien präsentiert, zeigte die in Berlin lebende Künstlerin bei einem Auftritt des WienTourismus in der Collectors Lounge einen wichtigen Aspekt ihres Schaffens: die Beschäftigung mit der Geschichte und Praxis textilen Arbeitens. Für die "Wiener Kaffeehaus-Lounge" des WienTourismus hat sie eine Wandbespannung entworfen, die unter dem Titel "Vienna Texture" an das bekannte Flechtgewebe erinnert, das bis heute die Bugholzsessel von Thonet ziert, und hat damit das Thema "Wiener Kaffeehaus" neu interpretiert.

Erste institutionelle Einzelausstellung Tischers in Wien
Die Beschäftigung mit dem "Wiener Geflecht" auf der Art Basel gibt einen Vorgeschmack auf Tischers Personale "Pin" im Oktober im mumok. Den von ihr gestalteten Museumsraum durchqueren - aufgerollten Schriftrollen gleich - farbige und variabel anpassbare "Stoffsockel". Sie verschränken Wände und Boden miteinander und dienen als Bühne für eine Reihe von Skulpturen: darunter offene Kuben, die mit "Wiener Geflecht" bespannt sind, sowie Objekte, die in Materialität und Form an Webrahmen oder Nadelkissen erinnern. Anders als in konventionellen Ausstellungssituationen lässt Tischer im mumok offen, was Display und was Werk ist; Präsentationselemente wie Sockel oder Rahmen sind Teil der künstlerischen Erzählung.

"Pin" handelt dabei von grundsätzlichen künstlerischen Fragen: Was ist ein Medium, und welche Informationen kann es vermitteln? Wie schreiben sich Arbeitsprozesse in Materialien und Oberflächen ein? Und warum wird das Textile als Diskurs- und Praxisfeld gerade im digitalen Zeitalter produktiv? Zwischen "pins" (Nadeln) und PINs (Persönliche Identifikationsnummern) steckt Tischers Ausstellung einen Raum ab, der über Materialien als Speicher und codierte Identitäten gleichermaßen nachdenken lässt.
Ausstellung

Jenni Tischer. Pin
Baloise Kunst-Preis 2013
18. Oktober 2014 bis 1. Februar 2014
Eröffnung: 17. Oktober 2014

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.mumok.at

 

 

 

 

 

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