So schmeckt der Wald: Wald-Tour 2014

 

erstellt am
09. 07. 14
10.00 MEZ

Feldküche und Bundesforste starten Wald-Tour 2014 – Tour-Stopps in ganz Österreich – Natur-Kulinarik aus Wald und Flur
Wien (bundesforste) - Tannenpesto, Waldconsommé, Pilz im Moos oder Schwarzkiefernsoufflé: Die Früchte und kulinarischen Schätze des Waldes sind vielfältig und geraten doch immer mehr in Vergessenheit: Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) und die Feldküche haben nun ein Projekt ins Leben gerufen, das nicht nur die kulinarische Vielfalt des Waldes, sondern auch einen nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen in den Vordergrund rückt: die „Feldküche-Wald-Tour 2014“. An fünf ausgewählten ÖBf-Plätzen in Wäldern, an Seen und auf Almen wird die Feldküche einen Sommer lang Station machen und Naturkost aus Wald und Flur auf höchstem Niveau zubereiten. Begleitet werden die Tour-Stopps von NaturführerInnen der Bundesforste, die wertvolles Wissen rund um Wald und Flur vermitteln. Tourstart ist am 12. Juli in Oberösterreich an den malerisch gelegenen Langbathseen, gefolgt von vier weiteren Stopps in den Bundesländern Steiermark, Tirol, Kärnten und Niederösterreich. Die Tour läuft von Anfang Juli bis Ende August. „Wir beobachten, wie das Wissen rund um den Wald, die Natur und ihre Zusammenhänge vor allem in städtischen Räumen immer mehr verloren geht“, erklärt Georg Erlacher, Vorstand der Österreichischen Bundesforste und fügt hinzu: „Dieses alte Wissen wollen wir auf kulinarische Art neu vermitteln.“ Matthias Felsner von den Feldküche-Organisatoren freut sich auf die Wald-Tournee: „Mit unserer Küche wollen wir so nah wie möglich an der Natur sein – nirgendwo geht dies besser als im Wald. Die Natur steckt voller kulinarischer Schätze, die wir entdecken, sichtbar und erlebbar machen wollen.“

Von Naturkost und Naturkunde
Gekocht wird in freier Natur am Waldesrand, an Seeufern, Waldlichtungen oder Almen mit allem, was die Natur an kulinarischen Köstlichkeiten hergibt. Gegessen auf Holztischen, gesessen auf Holzbänken, wobei die Küchenausstattung - naturgemäß - oft reduziert ist. Die Zutaten dürfen dabei auch aus dem Wald kommen wie Tannentriebe, Moos oder Föhrenrinde und werden frisch vor der Zubereitung im Wald gesammelt. Dies verlangt nicht nur naturkundliche Fachkenntnisse, auch gilt es Naturschutzgesetze, regionale Bestimmungen und die Rechte der Waldeigentümer zu beachten. „Die Feldküche steht für regionale und saisonale Küche“, so Matthias Felsner und betont, „gerne auch abseits klassischer Gerichte“. Für jeden Tour-Stopp wird ein neues Wald-Menü kreiert, das von Wurzelgemüse in Löwenzahnerde, Erdäpfelchips mit Rote-Rüben-Ketchup, Bachforelle an Moossud oder Erdartischockenpüree bis hin zu Erdgummilakritze und Creme brulée aus Föhrenrinde viel gestalterischen Spielraum lässt. Alle Tour-Stopps werden von fachkundigen NaturführerInnen der Österreichischen Bundesforste begleitet, die regionale Besonderheiten zu Fauna und Flora erklären und wertvolles Naturwissen vermitteln. „Viele Menschen wissen kaum mehr etwas über das Leben in der Natur und seine Geheimnisse. Mit dieser ungewöhnlichen Initiative wollen wir das Interesse an der Natur neu wecken und gleichzeitig mehr Verständnis für die Vielfalt an Lebensräumen, Tieren und Pflanzen schaffen. Nur was man kennt, schützt man“, ist Georg Erlacher überzeugt.

Tour-Stopps in ganz Österreich
Die Wald-Tour 2014 macht in den Sommermonaten Juli und August in ganz Österreich mehrmals Station. Für die Tour-Stopps wurden unterschiedlichste Plätze auf ÖBf-Flächen ausgewählt, die umrahmt von pittoresker Landschaftskulisse, ein besonderes Naturerlebnis eröffnen - im steirischen Salzkammergut, im oberösterreichischen Seengebiet zwischen Attersee und Traunsee, im Tiroler Karwendel oder im Kärntner Oberland umgeben von alpinen Gebirgsketten und dunklen Nadelwäldern. Den Auftakt macht die Waldküche am 12. Juli 2014 bei den Langbathseen, die in einem idyllischen Talkessel des Höllengebirges inmitten des Salzkammerguts liegen. Die Seen im Salzkammergut werden von den Österreichischen Bundesforsten sorgsam und im Sinne der Nachhaltigkeit bewirtschaftet. Am Hallstätter See und Grundlsee betreiben die ÖBf selbst Fischerei. Die Befischung des ausschließlich regionstypischen Bestandes an Seesaiblingen, Seeforellen und Elritzen erfolgt schonend und dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet: Entnommen wird nur soviel, wie wieder nachwächst.

Über die Feldküche
Die Idee der Feldküche wurde vor über drei Jahren im Bregenzerwald von drei Freunden geboren. Freunde und Bekannte sollten auf einer Wiese mit herrlichem Essen verwöhnt werden. Alles, was dafür nötig war, wurde von Freunden und Bekannten produziert und zur Verfügung gestellt. Die Feldküche hat es sich zum Auftrag gemacht, die Menschen vor Ort wieder bewusst auf die Region aufmerksam zu machen und zu zeigen, welche Schätze in jeder Region auf sie warten und auch Menschen aus der Ferne auf diese Qualitäten hinzuweisen. Gleichzeitig soll ein nachhaltiger Umgang mit Produkten und natürlichen Rohstoffen wie Holz und Lebensmittel bewusst gemacht werden. Die Feldküche will die Stärken der Regionen an einem Ort für eine bestimmte Zeit versammeln - von regional typischen Lebensmitteln, einzigartigem Handwerk über Kultur bis hin zur Kulinarik.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://feldkueche.squarespace.com/waldtour2014

 

 

 

 

 

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