Medizinische Fakultät der JKU: Über 10 Professuren
 bis 2018 geplant

 

erstellt am
30. 07. 14
10.00 MEZ

Linz (jku) - Das Rektorat der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz lädt die Ärzteschaft des zukünftigen Kepler Universitätsklinikums zu einem Informations- und Diskussionsabend an die JKU (Termine: 29., 30., 31. Juli), um über den aktuellen Stand des Projekts Medizinische Fakultät zu berichten und zu diskutieren.

Die Errichtung der Medizinischen Fakultät ist für die Johannes Kepler Universität das größte Projekt seit ihrer Gründung vor bald 50 Jahren. Einer der Erfolgsfaktoren für das Projekt liegt in der Kooperation zwischen dem Kepler Universitätsklinikum und der JKU. "Nur gemeinsam können wir die Medizinische Fakultät erfolgreich entwickeln und dazu wollen wir einen offenen und intensiven Dialog mit der Ärzteschaft führen", so JKU-Rektor Richard Hagelauer.

Ein wesentliches Ergebnis, das das Rektorat der Ärzteschaft bei den Informationsveranstaltungen präsentieren wird, sind die ersten geplanten Professuren.

Mehr als 10 Professuren bis 2018 geplant
Der universitäre Entwicklungsplan legt die fachliche Widmung der ersten Professuren fest (Laufzeit bis 2018). Das Rektorat der JKU hat dabei folgende Parameter berücksichtigt: die Notwendigkeiten der Versorgungsbereiche der drei Krankenhäuser (auslaufende Primariatsstellen), die Bedarfe der Lehre, die Berücksichtigung aller drei Standorte (Allgemeines Krankenhaus - AKh, Landes-Frauen- und Kinderklinik - LFKK, Landesnervenklinik Wagner-Jauregg - LNKWJ) sowie eine fachliche Ausgewogenheit der ersten zu berufenden Professuren.

Die ersten Berufungsverfahren starten im Herbst 2014. Eine Abteilung eines Krankenhauses wird mit der universitären Berufung eines Professors oder einer Professorin als LeiterIn zur Universitätsklinik im Sinne des Universitätsgesetzes. Im Vollausbau 2028 wird es schließlich 24 klinische und 8 nicht-klinische Professuren an der Medizinischen Fakultät geben.

Für die ersten Professuren, die bis 2018 berufen werden sollen, sind folgende Fächer geplant, aber noch nicht zwingend vollständig:

Nicht-klinischer Bereich (Grundlagenmedizin):

  • Professur für Allgemeinmedizin
  • Professur für Anatomie
  • Professur für Molekulare Medizin/Pathologie
  • Professur für Physiologie


Klinischer Bereich:

  • Professur für Chirurgie - Herz, Gefäß, Thorax
  • Professur für Hals-, Nasen- und Ohrenkrankheiten
  • Professur für Innere Medizin - Kardiologie
  • Professur für Innere Medizin - Hämatologie und Onkologie
  • Professur für Neurochirurgie
  • Professur für Psychiatrie
  • Eine Professur am Standort Landes-Frauen- und Kinderklinik



Vertrauensschutz
Eine weitere wesentliche Botschaft, die das JKU-Rektorat der hiesigen Ärzteschaft mitgeben wird, ist der Vertrauensschutz. Das Projekt Medizinische Fakultät braucht die Mitwirkung vieler engagierter Ärztinnen und Ärzte für Lehre und Forschung. Gleichzeitig muss die hohe Versorgungsqualität erhalten und gefördert werden.
Die Möglichkeiten der Mitwirkung in Lehre und Forschung sind vielfältig. Grundsätzlich gilt, jede Ärztin und jeder Arzt am Standort kann frei entscheiden, ob und in welcher Weise er sich zukünftig in Forschung und Lehre der neuen Medizinischen Fakultät engagiert. Ein Verbleib im bestehenden Dienstverhältnis ohne Änderung des Dienstvertrages ist möglich. Erst das neu eingestellte Personal der Kepler Universitätsklinikum GmbH wird zusätzlich zu Versorgungsaufgaben auch Forschungs- und Lehrtätigkeit im Dienstvertrag verankert haben.

Vielfältige Herausforderungen
Die Realisierung der neuen Medizinischen Fakultät und des Universitätsklinikums stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Daher ist es für das Gelingen des Projekts entscheidend, die Ärzteschaft in die Entwicklung eines tragfähigen Lehr- und Forschungskonzepts intensiv einzubinden. Bereits jetzt ist die Arbeitsbelastung der Ärzteschaft und des Pflegepersonals sehr hoch. Nur durch einen offenen Austausch, der Einbindung vieler Personen am Standort und eine gemeinsame Entwicklung und Konzeption wird es möglich sein, diese Herausforderungen gut zu meistern.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.jku.at

 

 

 

 

 

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