Künstlerische Mitte und Gütesiegel
 der Salzburger Festspiele

 

erstellt am
08. 08. 14
10.00 MEZ

Haslauer überreichte Großes Verdienstzeichen an acht Mitglieder der Wiener Philharmoniker / Ehrenbecher für Clemens Hellsberg
Salzburg (lk) - "Die Wiener Philharmoniker und die Salzburger Festspiele sind und bleiben untrennbar miteinander verbunden. Die Philharmoniker sind sicherlich die künstlerische Mitte, ja ein Gütesiegel der Salzburger Festspiele. Mit ihrem langjährigen Mitwirken bei den Salzburger Festspielen haben sie sich um unser Kulturleben äußerst verdient gemacht." Dies erklärte Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer am 07.08. bei der Verleihung des Großen Verdienstzeichens des Landes an acht Mitglieder der Wiener Philharmoniker sowie eines persönlich gewidmeten Ehrenbechers an den Vorstand der Wiener Philharmoniker Professor Dr. Clemens Hellsberg im Chiemseehof.

Mit dem Großen Verdienstzeichen des Landes Salzburg wurden Prof. Günter Federsel, Christian Frohn, Martin Kubik, Raimund Lissy, Herbert Mayr, Harald Müller, Wolf-Dieter Rath und Prof. René Staar ausgezeichnet.

Für die Wiener Philharmoniker bedeuten, so Haslauer, die Salzburger Festspiele auch ein zweites zu Hause. Auch im Lebensrhythmus und für ihre Familien sei in der Festspielzeit Salzburg der Mittelpunkt aller Lebensinteressen. "Sie wohnen in den Sommermonaten hier in Salzburg, halten engen Kontakt mit der Bevölkerung und pflegen auch ihren Freundeskreis hier – sie sind quasi Salzburger, und damit sind sie mehr als Gäste in unserem Land", so der Landeshauptmann.

"Die traditionellen Festspiele sind allein schon aufgrund der weltweiten Werbung für das Kultur- und Tourismusland ein absoluter Glücksfall nicht nur für Salzburg, sondern für ganz Österreich. Sie sind aber auch ein sehr wichtiger wirtschaftlicher Faktor, dessen Bedeutung für das Bundesland gar nicht ausreichend geschätzt werden kann", sagte Haslauer. Laut einer 2011 erstellten Studie des Zentrums für Zukunftsstudien der Fachhochschule Salzburg betragen die gesamtwirtschaftlichen Effekte der Salzburger Festspiele 276 Millionen Euro. Dieser Wert ist mittlerweile auf rund 330 Millionen gestiegen. Das Kulturfestival im Sommer sichert zudem mehr als 3.000 Ganzjahresarbeitsplätze, von denen gut 90 Prozent auf die Salzburger Wirtschaft entfallen.

Ein großes persönliches Anliegen war es für den Landeshauptmann auch, Philharmoniker-Vorstand Dr. Hellsberg für sein 17 Jahre andauerndes Engagement an der Spitze der Wiener Philharmoniker und seine Verbundenheit zu Salzburg und den Salzburger Festspielen zu danken. Hellsberg ist seit 1997 Vorstand der Wiener Philharmoniker. Bereits seit 1985 veröffentlichte er musikwissenschaftliche Publikationen und hielt zahlreiche Vorträge in Europa, Japan und USA.

Prof. Günter Federsel ist seit 1987 im Orchester der Wiener Staatsoper und seit 1990 Mitglied der Wiener Philharmoniker. Er ist auch ständiger Solist und übt kammermusikalische Tätigkeiten sowie Unterrichtstätigkeiten in den USA, Japan und Wien aus.

Christian Frohn ist seit 1987 im Orchester der Wiener Staatsoper uns seit 1990 Mitglied der Wiener Philharmoniker. Neben seiner Tätigkeit im Orchester und kammermusikalischen Auftritten als Geiger im In- und Ausland führen ihn auch zahlreiche solistische Auftritte ins benachbarte Ausland, die USA und Japan.

Martin Kubik ist seit 1986 Mitglied des Wiener Staatsopernorchesters. Er ist heute Erster Geiger in der Staatsoper und bei den Wiener Philharmonikern. Von 1990 bis 2010 war er Mitglied und Ensembleleiter der Philharmonia-Schrammeln.

Raimund Lissy ist seit 1988 im Orchester der Wiener Staatsoper und seit 1991 Mitglied der Wiener Philharmoniker. Er widmet sich intensiv der Kammermusik und ist auch als Solist erfolgreich.

Herbert Mayr ist seit 1989 Solo-Kontrabassist im Orchester der Wiener Staatsoper bzw. den Wiener Philharmonikern. Er war Lehrbeauftragter an der Wiener Musikhochschule und am Konservatorium Wien und ist seit 2008 Dozent an der Angelika Prokopp-Sommerakademie der Wiener Philharmoniker.

Harald Müller ist seit 1986 Fagottist im Orchester der Wiener Staatsoper und der Wiener Philharmoniker und seit 1990 Solofagottist. Er ist Mitglied einiger Ensembles und kann auf kammermusikalische Tätigkeiten im In- und Ausland verweisen.

Wolf-Dieter Rath ist seit 1989 Mitglied des Staatsopernorchesters und seit 1992 bei den Wiener Philharmonikern. Er kann auf zahlreiche Auftritte im In- und Ausland verwiesen und ist Gründungsmitglied des Ensembles Ornamentum Wien, das sich auf Originalinstrumenten der Barockmusik widmet.

Prof. René Staar ist seit 1988 Mitglied des Wiener Staatsopernorchesters und seit 1991 Mitglied der Wiener Philharmoniker. 1986 erhielt er den Ernst Krenek-Preis der Stadt Wien für seine Komposition "Just an Accident". Seine jüngsten Werke sind ein Auftragswerk der Wiener Philharmoniker "Time Recycling", das Semyon Bychkov und Gustavo Dudamel in diesem Jahr siebenmal dirigieren werden, unter anderem bei den Salzburger Festspielen, und der Operneinakter "Prolog eines Namenlosen", der die Themen Migration und Exil aufgreift und 2015 im Wiener Konzerthaus seine Erstaufführung erleben wird.

 

 

 

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