Caritas - Soforthilfe im Nordirak

 

erstellt am
14. 08. 14
10.00 MEZ

Caritas Präsident Michael Landau: "Die humanitäre Katastrophe erfordert internationale Solidarität!"
Wien (caritas) - Laut UN sind bereits 1,2 Millionen Menschen innerhalb des Irak auf der Flucht. Über das internationale Netzwerk erreicht die Hilfe der Caritas derzeit 3500 Familien (knapp 20.000 Menschen). Mit Spenden auch aus Österreich soll die Hilfe der Caritas auf insgesamt 30.000 vertriebene Familien (200.000 Menschen) ausgeweitet werden.

Dramatisch ist auch die Situation jener Flüchtlinge, die vor dem Syrienkrieg in den Nordirak geflohen sind und dort jetzt erneut in Gefahr sind. "Ihre Situation ist doppelt kritisch. Viele sind drauf und dran, wieder nach Syrien zurückzukehren. Als Sofortmaßnahme stellt die Caritas Österreich in einem ersten Schritt 30.000 Euro zur Verfügung. Damit können wir 2000 Familien das Überleben sichern", so Michael Landau.

Der Caritas Präsident begrüßt das rasche Handeln der österreichischen Bundesregierung, die am 13.08. eine Million Euro aus dem Katastrophenfonds für die notleidenden Menschen freigegeben hat. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig eine Aufstockung des Auslandskatastrophenfonds auf 20 Millionen wäre, wie das auch im Regierungsübereinkommen versprochen wurde.

"Die Verfolgung von Zivilisten aufgrund ihrer Religion oder Volkszugehörigkeit ist ein klarer Verstoß gegen die Menschenrechte und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Die Menschen im Nahen Osten brauchen jetzt unsere Solidarität", so der Friedensappell des Caritas Präsidenten. Gestern kam auch ein dramatischer Aufruf von Papst Franziskus, der die internationale Staatengemeinschaft aufgerufen hatte, das "humanitäre Drama" im Nordirak zu beenden und die Erreichbarkeit von überlebensnotwendiger Hilfe sicherzustellen.

Trotz der jüngsten Angriffe und den damit verbundenen Sicherheitsrisiken hat die Caritas im internationalen Verbund die Unterstützung der Flüchtlinge aus den durch die Extremistengruppe "IS" ("Islamischer Staat") besetzten Gebieten weiter ausbauen können. Flüchtlinge aller Glaubensrichtungen werden mit Medikamenten, Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln, Matratzen und Decken versorgt.

"Die Caritas hilft vor allem in den autonomen kurdischen Gebieten sowie in anderen Regionen des Landes, die vor dem Terror der Milizen sicher sind. Angesichts der dramatisch anwachsenden Flüchtlingsströme müssen wir die Hilfe aber dringend weiter ausbauen. Dafür braucht es weitere staatliche Unterstützung und die Solidarität der Österreicherinnen und Österreicher", appelliert der Caritas Präsident.

Für die Nothilfe und Versorgung der Vertriebenen im Irak ruft die Caritas dringend zu Spenden auf
Kennwort: "Nothilfe Nordirak"
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BIC: GIBAATWWXXX
IBAN: AT 23 2011 1000 0123 4560

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.caritas.at

 

 

 

 

 

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