Jahresbericht 2013 des Bundeskriminalamtes über
 Kriminalprävention und Opferhilfe in Österreich

 

erstellt am
25. 08. 14
10.00 MEZ

Erfolgreiche Bilanz 2013: 1.000 Präventionsbeamtinnen und -beamte führten rund 39.000 kriminalpräventive Maßnahmen durch und erreichten so 385.000 Menschen in Österreich!
Wien (bundeskriminalamt) - Die Kriminalprävention gehört neben der Repression zum Kerngeschäft der Polizeiarbeit. Ziel der Kriminalprävention ist es, Kriminalität zu verhindern. Sie wirkt in vielen polizeilichen Bereichen, beginnend beim Schutz des Eigentums, bei sensiblen Fällen von Gewalt oder bei der Sucht. So ergab die bundesweite Detailauswertung der kriminalpräventiven Maßnahmen für das Jahr 2013, dass mehr als die Hälfte auf die Eigentumsprävention entfiel. Ein großer und wichtiger Teil ist mit rund 22 Prozent die Gewaltprävention, bei der unter anderem großes Augenmerk auf die Jugendgewalt auch im Zusammenhang mit den neuen Medien, gelegt wurde. Der dritte große Maßnahmenblock entfiel mit 19 Prozent auf Präventionsunterstützung gegen die Gewalt in der Privatsphäre, zum Beispiel Gewalt in der Familie und gegen Kinder.

Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner bilanziert: " Die rund 1.000 Präventionsbeamtinnen und -beamte in Österreich haben um 75.000 mehr Menschen beraten als im Vorjahr. Diese Bilanz kann sich sehen lassen. Kriminalprävention ist mir eines der wichtigsten Anliegen. Jede Tat, die verhindert werden kann, ist ein oft tragisches Schicksal weniger!"

Zusätzlich zu den Beratungen wurden 2013 viele Innovationen eingeführt, beispielsweise Polizei.AT, die offizielle Polizei-App Österreichs. Neben News, hilfreichen Informationen aus dem Polizeibereich und Fahndungsausschreibungen bietet die App aktuelle Präventionstipps zu den unterschiedlichsten Themen. Auch im Gesundheitsbereich wurde mit "MedPol" ein Meilenstein gesetzt. Im Rahmen des Projekts "Bündnis gegen Gewalt" wurde eine Kooperation zwischen dem Innenministerium, der Österreichischen Gesellschaft für Gerichtliche Medizin (ÖGGM) und der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) gestartet und eine Checkliste für Verletzungsdokumentation und das Erkennen von Gewaltverletzungen erstellt. Aber auch bereits bestehende Kooperationen wurden ausgebaut, beispielsweise das SMS-Info-Service für Unternehmen. Das Warnsystem "SMS-Info-Service", mit dem seit 2006 Handelsbetriebe sicherheitsrelevante Informationen erhalten, wurde einer Evaluierung unterzogen und ausgebaut. Seit September 2013 können aktuelle Warninformationen auch per E-Mail erhalten und in bereits bestehende firmeninterne Informationssysteme eingebunden werden. Dadurch ist es möglich, zielgerichtet und ohne Zeitverlust, sicherheitsrelevante Informationen an bestimmte Filialen weiterzuleiten.

Auch bei der Jugendprävention hat sich etwas getan: "All Right -alles was Recht ist" hat ein neues Gesicht. "Es handelt sich um ein polizeiliches Präventionsprojekt zur Verhinderung von Jugendgewalt. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der 7. und. 8. Schulstufe. Mit dem bisherigen Jugendgewaltpräventionsprojekt "OUT - Die Außenseiter" leisteten die Präventionsbediensteten mehr als zehn Jahre lang hervorragende Arbeit in den Schulen. 2013 wurde auf Initiative des Landeskriminalamts Niederösterreich das zu dem Projekt dazugehörige Video neu verfilmt und eine moderne Schulungsunterlage für die Präventionsbediensteten erstellt. Im Rahmen der Jugendpräventionsprojekte "Click & Check", "All Right - alles was Recht ist" und "Jugend OK" wurden 89.000 Jugendliche beraten.

Der Jahresbericht 2013 ist unter http://www.bundeskriminalamt.at downloadbar. Neben zahlreichen österreichweiten Daten und Fakten sind darin auch alle Bundesländerergebnisse zu finden.

 

 

 

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