Tirol kehrt fossilen Energieträgern den Rücken

 

erstellt am
17. 09. 14
10.00 MEZ

Landesregierung bringt Energieunabhängigkeit Tirols auf Schiene
Innsbruck (lk) - Den Energieverbrauch um 50 Prozent senken und den Anteil der erneuerbaren Energieträger um 30 Prozent steigern – mit dieser Formel will die Landesregierung Tirol bis zum Jahr 2050 weitgehend unabhängig von Energieimporten machen und Zukunftsperspektiven für nachfolgende Generationen schaffen.

„Es ist unser gemeinsames Ziel, Tirol von fossilen Energieträgern unabhängig zu machen und unsere heimischen, erneuerbaren Ressourcen zu nutzen“, erklären LH Günther Platter, LHStvin Ingrid Felipe und LHStv Josef Geisler zum Start der Energie- und Klimaoffensive „Tirol 2050 energieautonom“. Die Politik versteht sich dabei als Wegbereiter und Katalysator. „Wir brauchen aber auch das persönliche Engagement jeder einzelnen Tirolerin und jedes einzelnen Tirolers.“

Lebensgrundlagen, Arbeitsplätze, Wertschöpfung
„Wir sind in der Lage, uns in wenigen Jahrzehnten selbst mit sauberer Energie aus sicheren Quellen zu versorgen. Damit schonen wir nicht nur das Klima und die Umwelt und sichern die Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen, wir schaffen auch neue Arbeitsplätze und halten Wertschöpfung in der Region“, ist LH Platter überzeugt. Für den Landeshauptmann ist die Energieunabhängigkeit Tirols somit auch ein klarer Auftrag der Jugend an die Politik.

Öl und Gas im Wert von zwei Milliarden Euro werden jährlich in Tirol verbraucht – Wertschöpfung, die zu einem Großteil ins Ausland geht. Neben handfesten wirtschaftlichen Gründen spricht aber auch die langfristige Sicherung der Lebensqualität für einen effizienten Energieeinsatz und die verstärkte Nutzung heimischer Ressourcen.

Gemeinsam zur Energieunabhängigkeit
„Wir wollen nicht auf Kosten der künftigen Generationen leben. Die Weichen dafür müssen wir jetzt stellen. Um eine verlässliche Versorgung mit leistbarer, umweltschonender Energie zu sichern, bündeln wir unsere Kräfte. Dazu müssen wir die Bevölkerung im ganzen Land miteinbeziehen“, verweist LHStvin Ingrid Felipe auf den bereits gestarteten Dialogprozess im Rahmen von „Tirol 2050 energieautonom“.

Gemeinsam an einem Strang ziehen, um ein großes Ziel zu erreichen, lautet eine der Hauptbotschaften des Zukunftsprogramms „Tirol 2050 energieautonom“. Die Möglichkeit mitzureden, inspirierende Ideen einzubringen und neue Projekte zu präsentieren, bietet eine eigens eingerichtete interaktive Internetplattform. Jeder kann mitmachen, alle können unsere Energiezukunft mitgestalten.

Wir haben die Energie – Trendwende eingeleitet
Überzeugt, dass Tirol das ambitioniert Ziel der Energieunabhängigkeit bis 2050 erreichen kann, ist Energiereferent LHStv Josef Geisler: „Die Trendwende ist eingeleitet. Es ist uns gelungen, den Energieverbrauch in Tirol trotz Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum zu senken.“ Jetzt gehe es darum, diesen Weg konsequent weiterzugehen und sowohl in Sachen Steigerung der Energieeffizienz als auch Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen neue Kraftanstrengungen zu unternehmen. „Wir haben die Energie: in Form von Wasser, Sonne, Erdwärme, Biomasse oder Wind. Und wir haben die Energie in Form von innovativen Köpfen und Projekten – wenn etwa mit dem Energieüberschuss eines privaten Passivhauses eine Stromtankstelle betrieben wird.“

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.tirol2050.at

 

 

 

 

 

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