Fit2work

 

erstellt am
13. 10. 14
10.00 MEZ

Hundstorfer: Bereits 35.000 Personen und 500 Betriebe haben sich während dreijährigem Bestehen an Fit2work gewendet – Beratung zahlt sich für Arbeitgeber wie Arbeitnehmer aus - psychische Erkrankungen häufigste Ursache
Wien (bmask) - "Im Herbst 2011 eröffneten die ersten fit2work Beratungsstellen in Wien, Niederösterreich und der Steiermark, seit Jahresbeginn 2013 ist fit2work in allen neun Bundesländern vertreten, und das höchst erfolgreich: Innerhalb der ersten drei Jahre haben knapp 35.000 Personen und 500 Betriebe die Beratungsstellen besucht und eine Basisinformationen erhalten - mit dem Ziel, die Gesundheit am Arbeitsplatz nachhaltig zu verbessern", freut sich Sozialminister Rudolf Hundstorfer über die positive Bilanz drei Jahre nach dem Start der Beratungsinitiative fit2work. "Ein sehr großer Teil unserer Interessenten und Interessentinnen ist schon einen großen Schritt weiter: Rund 20.000 Menschen haben in ganz Österreich nach der Basisinformation bereits eine Erstberatung in Anspruch genommen und knapp 2.500 werden derzeit im Rahmen eines individuellen Case Management betreut und mehr als 6.000 haben die Beratung bereits abgeschlossen", sagt der Minister.

Von den 500 interessierten Betrieben befinden sich mittlerweile 234 Unternehmen in der ersten Stufe der Betriebsberatung, check4start, die von Expertinnen und Experten der AUVA durchgeführt wird, und knapp 170 Betriebe wurden bereits in die individuelle fit2work Betriebsberatung weitergeleitet. "Ausgangspunkt unserer Initiative waren Umfragewerte, die zeigten, dass ein Drittel aller österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer von gesundheitlichen Beeinträchtigungen am Arbeitsplatz betroffen waren - diese alarmierend hohe Zahl nachhaltig zu senken, war und ist das Ziel des fit2work Beratungsangebots", betont der Minister. "Wir freuen uns, dass unser Angebot von der österreichischen Bevölkerung und der Unternehmenslandschaft gleichermaßen so positiv angenommen wird"

Auffallend ist, dass mit 42 Prozent (davon 63 Prozent weiblich, 37 Prozent männlich) die Mehrheit der KundInnen angibt unter einer psychischen oder psychiatrischen Erkrankung zu leiden. Ein weiteres Drittel (davon 57 Prozent weiblich, 42 Prozent männlich) leidet unter einer Erkrankungen des Bewegungs- und Stützapparates, des Skeletts oder der Muskeln. Die Gründe für die psychischen Belastungen sieht Hundstorfer in anhaltendem Stress, (unbezahlten) Überstunden, Problemen mit Führungskräften und ArbeitskollegInnen, Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes bzw. keine adäquaten Arbeitsplatz zu finden und Mobbing am Arbeitsplatz. Die Folgen dieser oft chronifizierten Belastungen reichen von Depression und Schlafstörungen über Burnout, Migräne bzw. Nervenerkrankungen und Magen-Darmbeschwerden bis hin zu körperlichen Erkrankungen wie Herz-Kreislauferkrankungen.

Fit2work: Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Partnern
Insgesamt haben seit Beginn der Initiative 2011 knapp 65.000 Personen Informationen und/ oder Beratung bei fit2work eingeholt - die Aufteilung auf die Bundesländer entspricht in etwa den Bevölkerungsanteilen: Die höchsten Zahlen weist Wien vor Niederösterreich, Oberösterreich und der Steiermark auf. Dass die Nachfrage nach einer Beratung zur Gesundheit am Arbeitsplatz nicht abreißt, zeigen auch die aktuellen Zahlen von 2014: Seit Jahresbeginn haben sich knapp 21.500 Menschen an die fit2work-Personenberatung gewandt, davon haben 10.380 Informationen eingeholt, rund 7.200 eine Erstberatung und weitere knapp 4.000 Menschen ein Case Management in Anspruch genommen (Stand 30.9.2014). Die Evaluierung zeigt außerdem, dass knapp die Hälfte aller Personen über die jeweilige GKK den Zugang zu fit2work finden. Die zweithäufigste Zugangsart entfällt auf Selbstmelder (23 Prozent), die über öffentliche Informationen bzw. Empfehlungen vom Beratungsangebot erfahren. Auf Platz 3 der Zugangsarten liegt das AMS mit 15 Prozent. "Die positive Zusammenarbeit mit unseren Partnern sowie eine österreichweite Informationskampagne waren maßgeblich daran beteiligt, dass so viele Menschen von unserem Angebot erfahren und es bei Bedarf auch in Anspruch genommen haben", so Hundstorfer weiter.

Eine Beratung zahlt sich für ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen aus
Ziel von fit2work ist mit diesem niederschwelligen Beratungsangebot Informationen, Beratung und Unterstützung bei Fragen zur seelischen und körperlichen Gesundheit am Arbeitsplatz zu liefern. Die Beratung steht erwerbstätigen, arbeitssuchenden und arbeitslosen Personen, insbesondere nach, oder während längeren Krankenständen, sowie WiedereinsteigerInnen und Betrieben zur Verfügung. Die Berater und Beraterinnen von fit2work beraten um ein frühzeitiges Ausscheiden aus dem Erwerbsleben zu vermeiden bzw. rechtzeitig geeignete Wiedereingliederungs-möglichkeiten aufzuzeigen.

"Eine Beratung zahlt sich sowohl für ArbeitnehmerInnen als auch für ArbeitgeberInnen mehr als aus: Neben der verbesserten Arbeitsfähigkeit und geringeren Krankenständen und Abwesenheitszeiten profitieren Unternehmen vor allem von der Verhinderung eines frühzeitigen Ausscheidens von MitarbeiterInnen aus dem Erwerbsleben", so Hundstorfer. Damit bleibt den Betrieben wertvolles Know-How erhalten und sie ersparen sich die zeit- und kostenintensive Suche nach und die Einarbeitung von Ersatzarbeitskräften.

 

 

 

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