Moldau schafft neues Fundament für Bauwissen

 

erstellt am
09. 10. 14
10.00 MEZ

STRABAGSE und Austrian Development Agency (ADA) schaffen ein Berufszentrum für das Bauwesen in Chisinau
Chisinau/Wien (ada) - Für die europäische Bauindustrie sind Südost- und Osteuropa wichtige Zukunftsmärkte. Qualifizierte Fachkräfte werden dringend gebraucht. Eine Wirtschaftspartnerschaft der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit schafft in den kommenden zwei Jahren eine gute Basis für die Aus- und Weiterbildung von Facharbeitern in der Republik Moldau. Gemeinsam mit dem Baukonzern STRABAG SE, dem Berufsförderungsinstitut (bfi) und L&R Sozialforschung wird ein Berufszentrum für Bauberufe in Moldau entstehen. „Wir modernisieren die Fachkräfteausbildung in unserem Partnerland. Das sichert Arbeitsplätze und den Erfolg österreichischer Unternehmen im Ausland", sagt ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter anlässlich des heutigen offiziellen Projekterstartes in Chisinau. Die Austrian Development Agency, die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, fördert das Projekt mit knapp 500.000 Euro. Das österreichische Sozialministerium begleitet das Projekt mit einem arbeitsmarktpolitischen Programm.

Neue Jobchancen im eigenen Land
Bis 2016 sollen 150 neu ausgebildete Fachkräfte mit praxisorientierter und zertifizierter Weiterbildung im Baugewerbe beschäftigt sein. "Moldaus Baubranche bietet gut bezahlte Jobs – ein wichtiger Grund für Fachkräfte, im eigenen Land eine positive Zukunft zu finden. Berufsbildung ist für uns ein wichtiger Schwerpunkt, um den Arbeitsmarkt in unseren Parnterländern anzukurbeln. Wirtschaftsparnterschaften sind dabei ein guter Motor für Entwicklung", sagt Ledolter.

Die Wirtschaftspartnerschaft stärkt auch die Vernetzung mit rund 30 Unternehmen, Schulen und staatlichen Institutionen. Gemeinsames Ziel ist es, die Berufsbildung im Bauwesen optimal an die Erfordernisse des Arbeitsmarktes in Moldau anzupassen: Mit qualifiziertem und erfahrenem Lehrpersonal werden praxisnahe Trainings am Baukolleg Chisinau und auf Baustellen der Strabag sowie beteiligter Betriebe stattfinden. Das Angebot richtet sich an Arbeitskräfte, die sich einschlägig weiterbilden wollen und an Jugendliche, die ins Erwerbsleben einsteigen. Letztlich profitieren aber nicht nur die Menschen in Moldau, sondern auch ausländische Investoren. Sie können Bauprojekte künftig noch professioneller und mit weniger Risiko umsetzen.

Wirtschaftspartnerschaften
Mit dem Programm Wirtschaftspartnerschaften unterstützt die ADA, die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, in Kooperation mit der Oesterreichischen Entwicklungsbank (OeEB) Geschäftsideen für Afrika, Asien, Lateinamerika, Ost- und Südosteuropa – mit Wissen, Kontakten und bis zu 200.000 Euro, in besonderen Fällen bis zu 500.000 Euro.

Geplante Ergebnisse bis 2016:

  • Aufbau des Berufszentrums in Chisinau: Schaffung eines Zentrums für Exzellenz im Bausektor
  • Einführung von Qualifizierungsstandards (Zertifikate, Lehrplanentwicklung)
  • Verstärkter sozialer Dialog im Bausektur durch zusätzliche Unterstützung des österreichischen Sozialministeriums
  • Neue Ausbildungsstrukturen, die dem Qualifikationsbedarf der Wirtschaft entsprechen
  • Ausbildung von 30 qualifizierten TrainerInnen für das Berufszentrum und 10 MentorInnen in Baubetrieben
  • Vernetzung des Berufszentrums mit 30 Unternehmen, Schulen und Institutionen
  • 150 Personen mit praxisorientierter und zertifizierter Weiterbildung sind im Baugewerbe beschäftigt.


Die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Länder in Afrika, Asien, in Südost- und Osteuropa sowie die Karibik bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Das Außenministerium plant die Strategien und Programme, die Austrian Development Agency setzt diese gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen um.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.entwicklung.at

 

 

 

 

 

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