Ludwig: METRO Kinokulturhaus - attraktiver
 Rahmen für den Filmgenuss

 

erstellt am
09. 10. 14
10.00 MEZ

Stadt Wien - Ressort Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung - unterstützt das Projekt durch Beitrag zur Gesamtsanierung sowie einen moderaten Mietzins
Wien (rk) - Ab 11.10. präsentiert sich das um zwei Etagen erweiterte frühere Metro-Kino unter dem neuen Namen "Metro Kinokulturhaus" als lebendiges Filmkulturzentrum in der Wiener Innenstadt. Alle Sanierungs- und Umbaumaßnahmen im Inneren des 1892 erbauten Gebäudes konnten kürzlich abgeschlossen werden - für alle begeisterten CineastInnen heißt es somit schon am kommenden Wochenende "Film ab - Action!"

Für das neue Haus für den österreichischen und internationalen Film wurde der denkmalgeschützte historische Kinosaal erhalten und Eingangs- und Balkonfoyer in den Originalzustand rückgebaut. Darüber hinaus werden auch Fassade und Balkone - die Arbeiten werden voraussichtlich im Frühjahr 2015 abgeschlossen sein - restauriert. Das vom FilmarchivAustria betriebene Metro Kinokulturhaus verfügt nun über rund 1.750 Quadratmeter Nutzfläche in dem stadteigenen Gebäude in der Johannesgasse 4.
Sanierung und Umbau - die Gesamtkosten betrugen rund 1,6 Mio. Euro - wurden von der Stadt Wien, dem Bundesdenkmalamt sowie privaten SponsorInnen finanziert.

"Wir unterstützen das neue Filmkulturzentrum mit einem Investitionsbeitrag für die Sanierung der Fassade im Umfang von 100.000 Euro sowie einem moderaten Mietzins. Mit zweifachem Nutzen: Die Wohnungsmieterinnen und -mieter des Gebäudes profitieren von der Erneuerung der Fassade und der Balkone und Wiener Filmfans können das Angebot des Filmkulturzentrums in einem attraktivem Rahmen genießen", erklärte Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. "Ernst Kieninger, der Initiator des Metro Kinokulturhauses, der sich in den vergangenen Jahren mit sehr, sehr großem Engagement für die Realisierung des Projekts eingesetzt hat, hat tolle Arbeit geleistet", betonte Ludwig.

Im Metro Kinokulturhaus hat das FilmarchivAustria auch erstmals die Möglichkeit, das filmkulturelle Erbe der Republik umfassend zu präsentieren.
"Ab dem Frühjahr 2015 können die Sammlungsbestände des Filmarchivs via audiovisueller Bibliothek bequem gesichtet werden", hielt Ernst Kieninger, Geschäftsführer des FilmarchivsAustria, den zusätzlichen Vorteil für die BesucherInnen fest.

Mit einem zweiten Kinosaal in der Beletage ist das Metro Kinokulturhaus auch perfekt für Österreichs größtes internationales Filmevent gerüstet, rechtzeitig vor seinem diesjährigen Start am 23. Oktober. Viennale-Direktor Hans Hurch: "Das neue Filmkulturzentrum ist ein wichtiges Signal für die Filmkultur in der Stadt. Wir bespielen heuer erstmals auch das Metro Kinokulturhaus. Die Viennale verfügt damit über einen fünften und weiteren attraktiven Festivalstandort in der Wiener City."

Gründerzeit-Miethaus mit kultureller Tradition
Das viergeschoßige denkmalgeschützte Gebäude in der Johannesgasse 4 wurde unter der Bauherrschaft des Wiener Kaufmännischen Vereins 1892 als Mietshaus mit einem Salontheater im Erdgeschoß erbaut. In den Räumlichkeiten des Salontheaters "Insel" - mit einem Foyer im Rokokostil, Holzverkleidungen, vergoldeten Gittern in den Bogenfüllungen und Rokoko-Deckenputz - war seit dem Jahr 1952 das Metro-Kino untergebracht.

Das Gründerzeit-Gebäude mit einer späthistorischen Schauseite mit barockisierender Ornamentik verfügt insgesamt über rund 3.780 Quadratmeter Nutzfläche und beherbergt 20 Wohnungen sowie Büros und Proberäume des Konservatoriums Wien.
Die nun 1.750 Quadratmeter Nutzfläche des Metro Kinokulturhauses verteilen sich auf rund 1.200 Quadratmeter Kinofläche sowie rund 600 Quadratmeter für Ausstellungsflächen und Büros.

Sanierungs- und Umbaustart waren im Frühjahr 2012. In der Beletage im ersten Obergeschoß entstand neben einer großen Ausstellungsfläche ein zusätzlicher Kinosaal für rund 60 Personen, das zweite Obergeschoß wird ebenfalls für Ausstellungen genutzt und eine audiovisuelle Bibliothek beherbergen.

Seitens des Ressorts für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung wurde die Restaurierung der Allgemeinbereiche (Fassade, Vordach, Balkone) sowie die Umgestaltung des Foyers zum allgemeinen Stiegenhaus durch einen Investitionsbeitrag möglich gemacht und finanziell unterstützt.

 

 

 

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