Politische Instabilität hemmt Wachstum im Jahr 2015

 

erstellt am
17. 10. 14
10.00 MEZ

"Global Economic Survey" untersucht Erwartungen in 16 nationalen und transnationalen Kammern - GCP-Präsident Leitl für mehr globale Kooperation bei Finanzmarkregeln
Wien (pwk) - Die steigende politische und soziale Instabilität in Regionen von Marokko bis Indien verdüstert die Wachstumserwartungen für 2015. Überdurchschnittlich positiv eingestellt sind die USA, die Golfstaaten und China, negativer als im Schnitt stellt sich die Stimmung in Europa, Russland und Lateinamerika dar. Das zeigt die jährlich unter den unter den Mitgliedern der globalen Plattform der Wirtschaftskammern Global Chamber Platform (GCP) durchgeführte Umfrage "Global Economic Survey".

Aus der Umfrage geht auch hervor, dass die Globalen Wirtschaftskammern im Hinblick auf die Risiken im Finanzsektor wachsam bleiben. Die bisherigen Bestrebungen, das Regelwerk für Finanzdienstleistungen zu verschärfen, seien nicht ausreichend, um zukünftige Krisen zu verhindern. "Die Risiken in den Finanzmärkten vom Bankensektor haben sich in andere, weniger regulierte Bereiche verlagert. Wir müssen bestehende Lücken durch eine verstärkte Koordination auf globaler Ebene schließen, um sicherzustellen, dass Systemrisiken kontrollierbar bleiben. Verstärkte globale Zusammenarbeit bei der Regulierung des Schattenbankensektors ist ein gutes Beispiel für einen Bereich, wo wir wirkliche Fortschritte erzielen können", sagte GCP-Vorsitzender Christoph Leitl.

Im Hinblick auf internationalen Handel und Investitionen, speziell in Bezug auf die Verhandlungen über ein transatlantisches Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA (TTIP), befürchten die meisten GCP-Mitglieder eine steigende Umlenkung der Handelsströme in den transatlantischen Bereich. Jedoch haben laut Global Chamber Platform Bestimmungen zu Zoll- und Handelserleichterungen sowie zu kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gute Chancen, globale Standards zu werden.

"Eine stärkere Beachtung der KMU kann die Vorteile vervielfachen, die durch Handelsabkommen überall auf der Welt geschaffen werden. Wir müssen KMU in das Zentrum der internationalen Handelspolitik stellen", so Leitl abschließend.

Über die Global Chamber Platform
Die GCP vereint 16 große nationale und transnationale Kammerorganisationen aus der ganzen Welt. Ihr Schlüsselziel ist, Handel und Marktzugang international zu erleichtern und eine schlüssige Antwort auf die Herausforderungen der Globalisierung zu entwickeln.

 

 

 

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