BurgenländerInnen mit
 Gesundheitsversorgung zufrieden

 

erstellt am
16. 10. 14
10.00 MEZ

Gesundheitsbarometer: Hohe Zufriedenheit mit der Gesundheitsversorgung; Primärversorgung im Fokus
Eisenstadt (blms) - Die elfte Welle des Gesundheitsbarometers hat das Institut für Strategieanalysen im Auftrag des burgenländischen Gesundheitsfonds (BURGEF) im Juli und August 2014 durchgeführt. Das erfreuliche Ergebnis: „Die Zufriedenheit der Burgenländerinnen und Burgenländer mit dem Gesundheitssystem im Burgenland ist weiterhin auf hohem Niveau“, stellte BURGEF-Vorsitzender Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar am 15.10. bei der Präsentation der Ergebnisse mit BURGEF-Geschäftsführer DI (FH) Mag. René Schnedl und Prof. Dr. Peter Filzmaier vom Institut für Strategieanalysen fest. Knapp 85 % sind mit der Gesundheitsversorgung im Burgenland zufrieden bis sehr zufrieden. Neben den – wiederkehrenden – allgemeinen Fragen zur grundsätzlichen Einstellung und Erwartungen zum Thema Gesundheit stand diesmal die Primärversorgung im Mittelpunkt. Die Ergebnisse liefern wichtige Grundlagen für strategische Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung des Landes.

„Länder mit einer gut ausgebauten Gesundheitsversorgung erzielen bessere Gesundheitsergebnisse bei niedrigeren Kosten, wie sich in den Niederlanden, Dänemark oder Finnland zeigt“, hielt Rezar fest. Laut Analyse der Gesundheit Österreich GmbH sei die Primärversorgung in Österreich im internationalen Vergleich nur schwach ausgeprägt und müsse gestärkt werden. Die Primärversorgung stand deshalb auch im Fokus der Befragung im Rahmen des Gesundheitsbarometers; der Themenblock ist auch Gegenstand einer kürzlich fertiggestellten Masterarbeit an der FH Burgenland von Dr.in Gerlinde Stern-Pauer.

Ja zu Primärversorgung
Einer knappen Mehrheit der Befragten war der Ausdruck „Primärversorgung“, einer deutlichen Mehrheit (63 %) der Begriff „multiprofessionelle Primärversorgung“ zunächst nicht bekannt. Erst nach deren Erklärung zeigten sich 85 % überzeugt, Anlaufstellen für die multiprofessionelle Primärversorgung würden die Gesundheitsversorgung im Burgenland verbessern.

Multiprofessionelle Betreuung an einem Ort
Die Burgenländerinnen und Burgenländer stehen demnach der multiprofessionellen Primärversorgung in der Gesundheitsversorgung und damit auch den Angeboten nicht-medizinischer Berufsgruppen sehr offen gegenüber, erklärte Filzmaier: „Eine überwältigende Mehrheit von 92 Prozent würde bei einem gesundheitlichen Problem die Möglichkeit nutzen, sich direkt in der Praxis des Hausarztes auch von anderen Gesundheitsexperten beraten zu lassen“. Der Wunsch nach Beratung bei Gesundheitsfragen und die Betreuung bei chronischen Erkrankungen seien die Hauptgründe für die Inanspruchnahme dieser umfassenden Primärversorgung. Gleich viele sprechen sich dabei für bzw. gegen eine Bindung an eine multiprofessionelle Anlaufstelle für ein Jahr aus. 63 % können sich auch vorstellen, Dienste von Krankenpflegepersonen in Anspruch zu nehmen, Jüngere häufiger als Ältere.

Erweiterte Praxisöffnungszeiten, auch an Wochenenden, bevorzugt
Gleich 84 % wollen im Rahmen der Primärversorgung von Angehörigen nicht-medizinischer Berufsgruppen – wie z.B. Krankenpflegepersonen - nicht nur beraten, sondern gleich behandelt werden. Dass mit dem breiteren Angebot auch erweiterte, auch Wochenend-, Öffnungszeiten einhergehen, wird sehr positiv beurteilt: 87 % der Befragten gaben an, eher in eine solche Primär-Versorgungspraxis als in eine Spitalsambulanz zu gehen, wenn diese länger und auch an Wochenenden geöffnet hätte. Und auch die Suche und Organisation aller Beratungen und Behandlungen durch andere Einrichtungen und Ansprechpartner solle lieber die Praxis des Hausarztes übernehmen, meinen immerhin 70 %.

Deutlicher Vertrauensvorschuss für Primärversorgung
„Diese Ergebnisse zeigen einen deutlichen Vertrauensvorschuss für die möglich zukünftige Primärversorgung und stellen eine wichtige Grundlage für die zukünftige bedarfsgerechte Planung der Gesundheitsversorgung im Burgenland dar“, so Gesundheitslandesrat Dr. Peter Rezar.

Bis dato 15.000 Interviews durchgeführt
Seit Beginn der Befragungen im März 2011 wurden bis dato insgesamt rund 15.000 telefonische Interviews geführt, wobei jeweils eine Schwerpunktfrage im Mittelpunkt stand.

 

 

 

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