Landesauszeichnung für Stück „Antigone“

 

erstellt am
18. 11. 14
10.00 MEZ

Tiroler Volksbühnenpreis 2014 geht an Stadttheater Kufstein
Innsbruck (lk) - LRin Beate Palfrader überreichte am Abend des 17.11. dem Stadttheater Kufstein für die Inszenierung des griechischen Dramas „Antigone“ den zweiten Tiroler Volksbühnenpreis. „Das Stadttheater Kufstein begeistert mit seinem vielfältigen Spielplan und der hohen Qualität der Produktionen nicht nur sein Publikum. Es bereichert mit seinem breiten spielerischen Spektrum auch die Palette neuer regionaler Theaterzentren in Tirol und erweitert den Begriff Volksbühnen über das Dorfspiel hinaus“, gratuliert die Landesrätin dem gesamten Ensemble zur Landesauszeichnung im Bereich Darstellende Kunst, die mit 5.000 Euro dotiert ist.

25 Bewerbungen für den Tiroler Volksbühnenpreis wurden eingereicht. Eine elfköpfige Vorjury bestehend aus freiwilligen VertreterInnen der unterschiedlichen Sparten und Spielarten des nicht beruflichen Theaterlebens in Tirol traf die Vorauswahl. Die endgültige Entscheidung über die diesjährige Vergabe trafen Johannes Reitmeier, Intendant des Tiroler Landestheaters, Ekkehard Schönwiese vom Theater Verband Tirol und Schauspieler Helmuth A. Häusler. „Die Zuerkennung des Preises an das Stadttheater Kufstein spiegelt die zunehmende Bedeutung von Bühnenspielen in kleinen Besetzungen und auf alternativen Spielstätten wider“, betont LRin Palfrader.

2.456 Jahre alter Bühnenstoff topaktuell
Über 100 Jahre gibt es das Stadttheater Kufstein bereits. Die Bandbreite der Produktionen umfasst Komödien und Tragödien, Volksstücke und Klassiker der Weltliteratur wie das nun ausgezeichnete Stück. Das Drama des griechischen Dichters Sophokles entstand 442 vor Christus und erzählt vom Konflikt zwischen dem thebanischen Herrscher Kreon und Antigone, Tochter des Ödipus, die ihren im Krieg gefallenen Bruder Polyneikes trotz Verbots beerdigen will. „Antigone“ feierte im Februar in Kufstein Premiere und wurde im Rahmen des „TheaterNetz Tirol“ auch in Innsbruck, Imst, Thiersee und Fiss aufgeführt. Weitere Termine sind geplant.

Tiroler Preis ist österreichweit einzigartig
Der Tiroler Volksbühnenpreis wird seit 2012 alle zwei Jahre auf Vorschlag des Kulturbeirates für Literatur, Darstellende Kunst und Film oder einer von diesem eingesetzten Jury vergeben. Ausgezeichnet werden qualitätsvolle und innovative Projekte der Mitgliedsbühnen des Theater Verbandes Tirol. „Kleine, regionale Bühnen tragen maßgeblich zur kulturellen Vielfalt unseres Landes bei“, sagt die Kulturlandesrätin. „Mit der österreichweit einzigartigen Auszeichnung wird die Arbeit der nicht beruflichen Theatergruppen gewürdigt und ihre Weiterentwicklung unterstützt.“ 2012 ging die Landesauszeichnung an die Haller Gassenspiele.

„TheaterNetz Tirol“ fördert Austausch

Neben dem Volksbühnenpreis hat das Land Tirol gemeinsam mit dem Theater Verband 2012 das „TheaterNetz Tirol“ ins Leben gerufen. Das landesweite Gastspielnetzwerk vermittelt Ensembles und kleinen, regionalen Bühnen ohne Stammlokal und -publikum alternative Spielstätten wie Museen oder Gasthäuser. „Ziel ist es, bestehenden Bühnen und Spielgruppen Kooperationen zu erleichtern und den Austausch zwischen Stadt und Land, Amateuren und Profis zu fördern sowie Theaterschaffende zu vernetzen“, erklärt LRin Palfrader. 60.000 Euro stellt das Land Tirol dafür jährlich zur Verfügung.

 

 

 

Weitere Informationen:
http://www.tirol.gv.at/kultur

Allgemeine Informationen:
http://www.stadttheater-kufstein.at
http://www.theaterverbandtirol.at

 

 

 

 

 

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