Sima: Wien schiebt Immobilien-Spekulation
 in Weingärten einen Riegel vor!

 

erstellt am
28. 11. 14
10.00 MEZ

Neues Gesetz: In heutigen Weingärten muss auch in Zukunft verpflichtend Weinbau betrieben werden!
Wien (rk) - "Wo Rebstöcke sind, müssen Rebstöcke bleiben" erklärt Umweltstadträtin Ulli Sima am 27.11. im Wiener Landtag. Eine neue gesetzliche Verpflichtung sieht vor, dass in allen Wiener Weingärten auch in Zukunft Weinbau betrieben werden muss. "Wer heute in Weingärten investiert, in der Hoffnung dort irgendwann bauen zu können, wird mit dem neuen Gesetz in die Schranken gewiesen.", so Sima.

Damit schiebt die Stadt Wien der Immobilien-Spekulation mit Weingärten einen Riegel vor. Die durch Spekulanten in die Höhe getriebenen Grundstückspreise haben die Wiener Winzerinnen und Winzer in den letzten Jahren gehörig unter Druck gebracht. Brach liegende oder lediglich als private Gärten genutzte Rebflächen gefährdeten außerdem die typische Wiener Weinbau-Kulturlandschaft. "Mit dem neuen Gesetz ist auch für die Zukunft klar: Rebflächen bleiben Rebflächen, eine Verbauung der Wiener Weinberge wird es nicht geben", stellt Sima klar.

Weinbau ist wichtiger Teil der Wiener Kultur
Als einzige Großstadt der Welt verfügt Wien über ökonomisch bedeutenden Weinbau innerhalb seiner Landesgrenzen. Mit einer Weinbaufläche von ca. 670 ha trägt der Weinbau wesentlich zur kulturellen Identität Wiens bei und ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Weingärten prägen in Verbindung mit den alten Weinorten das unverwechselbare Landschaftsbild dieser Stadt. Die Weinbauflächen sind nicht nur die Produktions- und Existenzgrundlage für die rund 250 Wiener Weinbaubetriebe sondern in ganz besonderem Maße auch Lebensraum und Erholungsgebiet für die Wiener Bevölkerung und seine Gäste.

 

 

 

zurück

 

 

 

 

Kennen Sie schon unser kostenloses Monatsmagazin "Österreich Journal" in vier pdf-Formaten? Die Auswahl finden Sie unter http://www.oesterreichjournal.at