Friedenseinsatz: LH Niessl und BM Klug
 verabschieden Generalmajor Luif

 

erstellt am
02. 12. 14
10.00 MEZ

Burgenlands Militärkommandant Generalmajor Johann Luif übernimmt Kommando der EUFOR-Friedenstruppe in Bosnien Herzegowina, hohe Auszeichnung des Landes überreicht
Eisenstadt (blms) - Der burgenländische Militärkommandant Generalmajor Johann Luif übernimmt am 17.12. das Kommando der internationalen Friedenstruppe EUFOR in Bosnien Herzegowina. Am 01.12. wurde Luif von Bundesminister Mag. Gerald Klug und Landeshauptmann Hans Niessl offiziell verabschiedet. „Die Übergabe des Kommandos an Generalmajor Johann Luif ist die beste Wahl. Das Kommando ist eine Auszeichnung für ihn, aber auch für das Burgenland. Es zeigt, dass wir sehr gute Experten im Land haben. Luif bringt viel Expertise und Einsatzerfahrung mit“, so Niessl. Der Offizier war bereits zwei Mal in leitender Funktion als Friedenssoldaten im Kosovo unter Leitung der NATO im Einsatz: im Jahr 2000 als Kommandant des österreichischen Kontingents und ab September 2011 ein Jahr lang in der Funktion des stellvertretenden KFOR-Kommandanten. Als Dank und Anerkennung für seine Leistungen im gesamten Sicherheitsbereich des Landes wurde Luif von Landeshauptmann Hans Niessl mit der Ehrenurkunde „Dank und Anerkennung“ des Landes Burgenland ausgezeichnet.

„Die Friedensmission des Österreichischen Bundesheeres am Balkan sind ein wichtiger Beitrag für internationale Stabilität und für Sicherheit - für die Bevölkerung vor Ort aber auch unmittelbar für Österreich“, so Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, Gerald Klug, der dem neuen Kommandanten der EUFOR-Friedenstruppe „viel Soldatenglück“ wünscht. „Ich weiß die Truppe in guten Händen. Das Kommando ist auch eine Anerkennung der Qualität des Österreichischen Bundesheeres.“

Die Betrauung mit dem Kommando sei eine besondere Ehre und für das Österreichische Bundesheer eine wichtige Aufgabe, so Luif. „Die EUFOR hat in Bosnien Herzegowina einen hohen Stellenwert, das österreichische Hoheitszeichen wird besonders geschätzt. Österreich stellt mehr als die Hälfte der direkt in Sarajevo stationierten 600-Mann-starken Friedenstruppe. Unsere Hauptaufgabe ist unter anderem die Ausbildung der bosnischen Armee.“ Dies sei deshalb von großer Bedeutung, weil bosnische Armee die bisher einzige Organisation im Land sei, die aus Mitgliedern aller Volksgruppen besteht, erklärt Luif. Wichtig sei auch die Unterstützung zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung. Außerdem habe das Land die größte Minendichte weltweit. „Hier gibt es noch viel zu tun“, so der Offizier. Luif wird zumindest für ein Jahr das Kommando führen.

Seit Dezember 2004 stehen österreichischen Soldaten in Bosnien und Herzegowina unter dem Kommando EUFOR/Althea der Europäischen Union. Gemeinsam mit Soldaten aus vielen anderen Nationen - vor allem aber aus der EU - unterstützen sie die Umsetzung des Dayton-Abkommens. Auf diese Weise leistet Österreich einen wesentlichen Beitrag, um dem Balkan-Staat auf seinem Weg in eine friedliche und demokratische Zukunft zu helfen.

 

 

 

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