Flüchtlinge: BR-Präsidentin Blatnik mahnt
 europäische Solidarität ein

 

erstellt am
10. 12. 14
10.00 MEZ

Ana Blatnik trifft tschechischen Senatspräsidenten Milan Šte(ch in Prag
Prag/Wien (pk) - Die Themen Migration, Wirtschaft, Kultur, Verkehr und Energie standen im Zentrum einer Aussprache zwischen der Präsidentin des Bundesrates Ana Blatnik und dem tschechischen Senatspräsidenten Milan Šte(ch in Prag. "Die EU muss die Herausforderungen der Zukunft gemeinsam annehmen", betont Bundesratspräsidentin Blatnik nach der Unterredung mit dem tschechischen Senatspräsidenten.

Blatnik verweist in einer Pressekonferenz auf die gute Zusammenarbeit zwischen Österreich und Tschechien. "Uns verbindet eine gemeinsame Geschichte, Architektur, Literatur und Musik", erklärt sie. Die Präsidentin der Länderkammer ruft die Kooperationen zwischen Österreich und Tschechien auf mehreren Ebenen in Erinnerung. Auf kulturellem Gebiet manifestiere sich die gute Zusammenarbeit in vielfältiger Weise. Als Beispiele nennt Blatnik die erfolgreichen Jugendaustauschprogramme, das Österreichische Gymnasium in Prag und die Komensky-Schule in Wien.

Auch die österreichische Wirtschaft sei in Tschechien stark vertreten, so Blatnik. "Sehr viele heimische Unternehmen investieren in unserem Nachbarland und siedeln sich dort an", informiert die Bundesratspräsidentin. Tschechien sei das zweitwichtigste österreichische Investitionsland. Blatnik hebt die Bedeutung bilateraler Treffen hervor, um Vertrauen und Nähe aufzubauen. In der EU sei es aber auch erforderlich, gemeinsam Verantwortung zu tragen, Probleme anzugehen und unbequeme Themen, wie die Aufteilung der Flüchtlinge auf die Europäische Union, anzusprechen. "Ich bin dafür, dass die EU-Staaten die Flüchtlingsquote erfüllen", bekräftigt die Präsidentin der Länderkammer. "In der EU kann man sich nicht nur Rosinen herauspicken, sondern man muss den gesamten Kuchen sehen", unterstreicht Ana Blatnik.

 

 

 

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