Stadt Wien investiert weitere 18 Mio. Euro
 in ihre Fachhochschulen

 

erstellt am
22. 12. 14
10.00 MEZ

Wiener Gemeinderat beschließt Weiterführung der erfolgreichen Wiener FH-Förderung für den Zeitraum 2015-2019
Wien (rk) - "Die Wiener Wirtschaft braucht auch in den kommenden Jahren dringend weiter hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Daher freut mich, dass der Wiener Gemeinderat in seiner heutigen Sitzung beschlossen hat, die Wiener Fachhochschulen bis zum Jahr 2018 mit weiteren 18 Millionen Euro zu unterstützen. Seit dem Jahr 2000 hat die Stadt Wien bereits rund 50 Millionen Euro in die Weiterentwicklung der Wiener Fachhochschulen investiert, denn nur kontinuierliche Investitionen in Qualifikation und Bildung sichern nachhaltig unseren Wirtschaftsstandort. An den sechs Wiener FH-Standorten studieren bereits über 13.000 Menschen, die Hälfte davon berufsbegleitend. Damit sind unsere Fachhochschulen mittlerweile zu einem wesentlichen Bestandteil des tertiären Bildungssektors geworden", sagt Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner.

Helmut Holzinger, der Präsident der Österreichischen Fachhochschulkonferenz ergänzt: "Die FH-Förderung durch die Stadt Wien unterstreicht die wesentliche Bedeutung der Fachhochschulen im tertiären Bildungssektor und stärkt Wien als Wissensstandort. Durch das Engagement der Stadt Wien eröffnen sich Perspektiven für strategische Entwicklungen im Fachhochschulbereich. Bereits heute studieren immerhin schon rund 30 Prozent aller FH-Studierenden in Österreich an den Wiener FHs." Seit dem Jahr 2002 hat sich die Zahl der Studierenden verdreifacht, auch der Frauenanteil ist in dieser Zeit von 34 Prozent auf mittlerweile 43 Prozent gestiegen.

Neben der Ausbildung wurden die Fachhochschulen in den letzten Jahren immer stärker zu sehr wichtigen Motoren des Wissenstransfers. "Unsere intelligenten Förderungen setzen genau hier an", so Brauner. Und weiter: "Entlang von Zukunfts- und Stärkefeldern - Life Sciences, IKT oder auch Creative Industries - investieren wir bereits jetzt in die dringend benötigten Arbeitskräfte von morgen. Ziel aller unserer Anstrengungen ist, dass sich unsere Stadt entlang unserer wirtschafts- und technologiepolitischen Schwerpunkte erfolgreich weiter entwickeln kann."

Die Wiener Fachhochschul-Förderung wird von der MA 23 -Wirtschaft, Arbeit und Statistik betreut. Die Wiener Fachhochschulen reichen in einem Wettbewerbsverfahren bei themenspezifischen Ausschreibungen ("Calls") Projektanträge ein. Die Begutachtung und Bewertung der eingereichten Projekte erfolgt durch die MA 23 sowie durch eine unabhängige externe Jury, die mit nationalen und internationalen Fachleuten besetzt wird. In der vergangenen Förderperiode 2010-2014 wurden innerhalb von fünf Jahren insgesamt 58 Projekte an Wiener Fachhochschulen gefördert und das Fördervolumen von 18 Millionen Euro ausgeschöpft. Im Jahr 2014 wurden damit zum Beispiel Projekte zur Stärkung der Wiener Fachhochschulen als regionale Wissensdrehscheibe und Projekte zur Integration von Photonik, der technischen Beherrschung von Licht, in Lehre und Forschung gefördert.

Diese Ausrichtung bestätigt auch eine von der 3s Unternehmensberatung durchgeführten Evaluierung von Durchführung und Abwicklung der Förderung. Dabei wurde festgestellt, dass die inhaltlich offen gehaltenen Ausschreibungen der Stadt Wien ermöglichen sehr erfolgreich eine Stärkung der Positionierung der Wiener Fachhochschulen durch selbst gewählte Spezialisierungen und der Entwicklung von Unique Selling Propositions (USP) ermöglicht hat. Gelobt wurde dabei auch die professionelle Abwicklung der Verfahren und die gut strukturierten Entscheidungsprozesse der Fachjurys. Gelobt wurden auch die Förderung von Stiftungsprofessuren und Kompetenzteams, die zur institutionellen Stärkung der Wiener Fachhochschulen beigetragen haben. Das betrifft sowohl die Vollzeit-Angestellten im Lehr- und Forschungsbetrieb, von denen 8 Prozent aufgrund der Förderung durch die Stadt Wien angestellt werden konnten, als auch die Forschungsinfrastruktur, die mit zusätzlichen Projekten unterstützt wird.

 

 

 

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