Österreich ist mit dem Euro zufrieden

 

erstellt am
19. 12. 14
10.00 MEZ

Aktuelle Umfrage-Ergebnisse des OeNB-Barometers
Wien (oenb) - Jüngste Umfragen zeigen, dass die Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher mit dem Euro zufrieden ist und sich dessen Fortbestehen wünscht. Die Befragten befürworten eine vertiefte Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union (EU), um die Stabilität der gemeinsamen Währung zu stärken. In Anbetracht der nach wie vor schwierigen Wirtschafts- und Finanzlage in Europa ist dieses Ergebnis sehr erfreulich.

Die Ergebnisse des Euro-Barometers zeigen, dass die Einstellung der österreichischen Bevölkerung zum Euro mehrheitlich positiv ist. 64 % der Befragten sind mit dem Euro zufrieden. Darüber hinaus wird der Euro von einer überwiegenden Mehrheit auch durchwegs als stabil eingeschätzt: 86 % der Befragten rechnen damit, dass es den Euro auch noch in fünf Jahren geben wird und 77 % halten dies auch für wünschenswert. Die Ergebnisse zeigen, dass die Verunsicherung hinsichtlich des Fortbestehens der gemeinsamen Währung in den letzten drei Jahren deutlich rückläufig ist. Während Ende 2011 noch rund ein Drittel der Bevölkerung eine eigene nationale Währung befürwortete, ist es heute nur mehr ein Fünftel.

Der Großteil der Bevölkerung hält nicht den Euro für die Ursache der anhaltenden Wirtschafts- und Finanzkrise. Vielmehr werden von den Befragten die hohe Staatsverschuldung einiger EU-Länder (83 %) sowie internationale Finanzspekulationen (80 %) verantwortlich gemacht.

Demgemäß erwartet auch nur eine Minderheit eine Verbesserung der wirtschaftlichen und budgetären Situation Österreichs durch einen Ausstieg aus der Währungsunion. Zwei Drittel der Befragten hält nichts von einem Ausstieg aus dem Euroraum, wobei dieser Anteil in den vergangenen drei Jahren stetig gestiegen ist.

Die Österreicherinnen und Österreicher (77 %) plädieren vielmehr dafür, dass die EU-Länder noch stärker als bisher an einem gemeinsamen Strang ziehen, um die Stabilität des Euro zu sichern. Innerhalb der letzten Monate hat sich diese Sichtweise noch erhöht (+ 5 Prozentpunkte).

Im Auftrag der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) führt das Institut für empirische Sozialforschung (IFES) halbjährlich bundesweit eine repräsentative Umfrage durch. Interviewt werden ca. 2000 Personen ab 15 Jahren. Die maximale statistische Schwankungsbreite beträgt +/- 2 Prozent. Im Rahmen dieser Umfrage wird regelmäßig die öffentliche Meinung in Österreich zu den Themen Währungspolitik, Finanzmarktstabilität, Zahlungsmittel und die OeNB als Institution erhoben.

 

 

 

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