Mitterlehner: Neues Investitionsprogramm schafft mehr
 Wohnraum, stärkt Konjunktur und sichert Arbeitsplätze

 

erstellt am
20. 02. 15
10.00 MEZ

Bis zu zwei Milliarden Euro werden in heimischen Wohnbau investiert - Neues Programm unterstützt Baukonjunktur und ermöglicht 10.000 Miet- und Eigentumswohnungen
Wien (bmwfw) - Auf Initiative von Vizekanzler und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner startet die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) über ihre Konzerntochter ARE Austrian Real Estate ein milliardenschweres Investitionsprogramm für den heimischen Wohnbau. "Unser Programm kommt genau zum richtigen Zeitpunkt. Damit schaffen wir mehr Wohnraum, unterstützen die Konjunktur und sichern Arbeitsplätze. Das geplante Investitionsvolumen umfasst bis zu zwei Milliarden Euro", sagte Mitterlehner als BIG-Eigentümervertreter am 19.02. bei einem Pressegespräch mit den beiden BIG-Geschäftsführern Hans-Peter Weiss und Wolfgang Gleissner. "Das Programm ermöglicht bis zu 10.000 neue Miet- und Eigentumswohnungen und unterstützt damit auch die Baukonjunktur", betont Mitterlehner.

Derzeit werden in Österreich rund 48.000 Wohnungen pro Jahr errichtet. Allerdings übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich. Daher investiert die ARE Austrian Real Estate in den kommenden sechs Jahren insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro in den heimischen Wohnbau. Davon ist aus heutiger Sicht eine Milliarde Euro für den Ankauf oder die Errichtung von bis zu 6.000 Mietwohnungen vorgesehen, die überwiegend im Bestand der ARE gehalten werden. Zusätzlich werden die Projektentwicklung deutlich intensiviert und rund eine Milliarde Euro in die Errichtung freifinanzierter Eigentumswohnungen investiert, die danach verkauft werden. Vorgesehen sind hier 4.000 Wohnungen.

"Die ARE schafft mit diesen Investitionen neben Büroobjekten einen zweiten Schwerpunkt in ihrem Portfolio. Mittelfristig sollen Wohnungen mehr als ein Fünftel des Bestandes ausmachen", sagt ARE Geschäftsführer Hans-Peter Weiss. Derzeit liegt dieser Anteil bei rund fünf Prozent. Darüber hinaus wird durch die Hebung von Potenzialen ungenützter Grundstücke oder dem Umbau ehemaliger Büroliegenschaften eine Wertsteigerung des ARE Portfolios erzielt. Zusätzlich dient der Ausbau des Wohnportfolios der Risikodiversifizierung und der Steigerung des Anteils der nicht-öffentlichen Mieter. Finanziert wird das Investitionsprogramm über Anleihen oder Bankkredite und den Cash Flow. Die Refinanzierung erfolgt über Mieterträge bzw. Wohnungsverkäufe an Private.

Ankauf und Umbau von Bestandsobjekten für Mietwohnungen
Zielsegment für Investitionen ist in erster Linie großvolumiger Wohnungsbau in Ballungsräumen wie Wien, Linz oder Graz und der Umbau von Bestandsobjekten. Vor kurzem wurde der Ankauf eines Entwicklungsprojekts am Hauptbahnhof in Wien-Favoriten im Umfang von rund 300 Wohneinheiten unterschrieben. Darüber hinaus soll in kleine bis mittelgroße Wohnobjekte in Bezirkshauptstädten, in Seniorenwohnen in Speckgürtellagen sowie in Studentisches Wohnen investiert werden. "Ein großer Anteil der Ankäufe soll aufgrund der hohen Nachfrage im Bereich 'leistbares Wohnen' erfolgen. Ziel ist es, im freifinanzierten Bereich das mittlere Preissegment abzudecken", sagt ARE Geschäftsführer Wolfgang Gleissner. Das neue Investitionsprogramm sei als Ergänzung zum geförderten Wohnbau zu sehen.

Projektentwicklungen von Eigentumswohnungen
Bei den Projektentwicklungen konzentriert sich die ARE auf die Errichtung von Eigentumswohnungen, die nach der Fertigstellung verkauft werden. Die beiden größten Projekte in der Pipeline befinden sich in Wien Landstraße: Am Areal des ehemaligen Hauptzollamtes in der Schnirchgasse entsteht das "TRIIIPLE" – drei Wohntürme mit bis zu 800 Wohneinheiten. Auf der ehemaligen Postbusliegenschaft in der Erdbergerlände werden mehr als 700 Wohneinheiten auf einer Fläche von knapp 50.000 Quadratmetern errichtet. Vor kurzem begonnen wurde ein Bauprojekt in der Wimmergasse, wo derzeit 34 Eigentumswohnungen entstehen.

 

 

 

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