Maßnahmenpaket zur Entlastung der
 österreichischen SteuerzahlerInnen

 

erstellt am
30. 03. 15
11.00 MEZ

Austausch zwischen Vizekanzler BM Mitterlehner und LH Platter zur Steuerreform
Innsbruck (lk) - Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs von Vizekanzler BM Reinhold Mitterlehner mit LH Günther Platter am 27.03., an dem auch VetreterInnen der Wirtschaft teilnahmen, stand aus aktuellem Anlass die Steuerreform: Einig sind sich Mitterlehner und Platter, dass die Steuerreform ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Entlastung der Österreicherinnen und Österreicher darstellt: „Wir entlasten sechs Millionen Bürgerinnen und Bürger. Davon profitieren Selbstständige und Arbeitnehmer, aber auch Familien und Pensionisten. Insgesamt steigt die Kaufkraft, was auch den Unternehmen zugutekommt", sagt Mitterlehner.

„Entscheidend ist, dass die Menschen mehr Geld zur Verfügung haben“, betont LH Platter und verweist darauf, dass die Steuerreform ohne neue Steuern wie die Erbschafts- und Schenkungssteuer eingeführt werden kann. „Standortschädliche Vermögenssteuern haben wir verhindert und für die Wirtschaft haben wir zusätzlich ein Konjunkturpaket beschlossen. Das wird Österreich nach vorne bringen", verweist Mitterlehner auf die künftig höhere Forschungsprämie und die bessere Finanzierung von KMU und Startups.

Tirol habe bereits die ersten konkreten Schritte gesetzt, um seinen Beitrag zu leisten, so Platter, immerhin müsse das Land mit Einnahmenausfällen von rund 35 Millionen Euro rechnen. „Durch Bürokratieabbau, Verfahrensbeschleunigung, der Vermeidung von Doppelgleisigkeiten und letztendlich Kosteneinsparungen können die 20 Millionen Euro, die Tirol aufgrund der Verwaltungsreform einsparen muss, abgefedert werden“, so Platter.

LH Platter sprach Belastungen für Tourismus an
Große Bedenken äußert Platter betreffend der Mehrbelastungen für den Tourismus: „ Ich sehe, dass eine Branche besonders stark betroffen ist. Der Tourismus ist, insbesondere in Tirol, eine starke, besonders robuste wirtschaftliche Säule, die auch schwierigen Zeiten standhält. Daher muss man auch die Anliegen dieser Branche ernst nehmen“. Die Anhebung der Mehrwertsteuer, die Frage der Abschreibungen und die Grunderwerbssteuer würden Tourismusbetriebe besonders hart treffen. „Niemand soll Angst haben müssen, sein Hotel oder seine Pension an seine Kinder weiterzugeben“, stellt Platter klar. „Ich erwarte mir, dass die Belastungen für den Tourismus reduziert werden“.

„Das Gesamtpaket Steuerreform bleibt aufrecht, aber es wird da und dort noch Abrundungen geben, um gerade im Tourismus Härtefälle zu vermeiden. Zum Beispiel bei der Grunderwerbssteuer im Zusammenhang mit Betriebsübergaben", bestätigte Mitterlehner. Dies sei jetzt insbesondere im parlamentarischen Prozess zu klären. Grundsätzlich gelte, dass die Steuerreform aufgrund der Budgetvorgaben nicht auf Pump finanziert werden könne, daher brauche es auch eine solide Gegenfinanzierung und weitere Reformen.

Unterstützend für den Tourismus kommt ein großes Lehrberufspaket, das über den neuen Lehrberuf „Hotelkaufmann/- frau (Rezeption)“ eine spezielle, lange geforderte Ausbildung für die Branche enthält. Weiters hat Mitterlehner durch eine Kooperation mit der Europäischen Investitionsbank ein großes Finanzierungspaket aufgestellt: "Wir haben erreicht, dass Tourismusbetriebe bis 2020 auf ein besonders zinsgünstiges Kreditvolumen von zusätzlich 250 Millionen Euro zugreifen können. Allein heuer sind es 63 Millionen", berichtet Mitterlehner abschließend.

 

 

 

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