Neue Initiativen gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern

 

erstellt am
24. 03. 15
11.00 MEZ

Internationale Konferenz unter dem Motto "Don't Look Away - wir dürfen die Augen vor sexueller Ausbeutung von Kindern - auch in Tourismusdestinationen - nicht verschließen"
Wien (bmwfw) - Das Tourismusministerium, das sich seit Jahren für den Schutz von Kindern engagiert, erweiterte mit dieser Konferenz am 23.03. den bisher rein deutschsprachigen Teilnehmerkreis der Kampagne (Österreich, Deutschland und Schweiz). In Zukunft werden mit Frankreich, Luxemburg, den Niederlande und Polen vier weitere EU-Länder an gemeinsamen Maßnahmen teilnehmen und "Sextourismus" mit Kindesmissbrauch verstärkt bekämpfen. Ziel ist, europaweit Bewusstsein "gegen das Wegsehen" bei sexueller Ausbeutung von Kindern zu schaffen und Handlungsoptionen für Zivilcourage aufzuzeigen - etwa das Melden von verdächtigen Situationen im In- oder Ausland bei den eigens dafür geschaffenen Stellen in allen Ländern.

Österreichische Reisende finden Informationen unter dem Link zur Meldestelle des Bundeskriminalamtes auf der Webseite: www.nicht-wegsehen.at. Dazu zählt auch die Tatsache, dass diesbezügliche Vergehen im Ausland auch in Österreich strafbar sind.
Die Konferenz wurde vom BMWFW in Kooperation mit ECPAT Österreich organisiert und durchgeführt. Es nehmen rund 50 Vertreter von Behörden, Nichtregierungsorganisationen und aus der Tourismuswirtschaft aus sieben Staaten teil.

Die Kampagne "Gegen das Wegsehen" – Hintergrund und Inhalte
2010 hat sich erstmalig grenzüberschreitend ein breites Bündnis aus Politik, Reisebranche und Nichtregierungsorganisationen im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) gebildet. Die Bündnispartner bekennen sich zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und zeigen offensiv ihre moralische Verurteilung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen. Wesentliches Element der Kampagne ist ein Videospot, der Reisende und darüber hinaus möglichst viele Menschen mit der Botschaft "Nicht wegsehen" erreichen und sensibilisieren soll. "Wir können sexuellen Missbrauch von Kindern verhindern, wenn wir nicht wegsehen" – so lautet der eindringliche Appell des 45 Sekunden dauernden Videospots "Witness - Zeuge". Der Film beinhaltet einen Aufruf verdächtige Situationen oder Fälle von Missbrauch zu melden … und nicht wegzusehen.

 

 

 

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