Steirische Landtagsdelegation bei LH Kompatscher

 

erstellt am
22. 05. 15
11.00 MEZ

Graz/Bozen (lpa) - Eine Delegation des steirischen Landtags mit dessen Präsidenten Franz Majcen an der Spitze hat am 21.05. Landeshauptmann Arno Kompatscher einen Besuch abgestattet. Südtirols Landeshauptmann informierte dabei unter anderem über die politische Situation und die jüngsten Abkommen mit der Regierung in Rom.

Mit 1,2 Millionen Einwohnern und einer Fläche von 16.400 Quadratkilometern ist die Steiermark mehr als doppelt so groß wie Südtirol. Trotzdem verbinden die beiden Länder eine Reihe von Gemeinsamkeiten. So spielen in der Wirtschaft die Land- und Forstwirtschaft und die Veredelung landwirtschtlicher Produkte eine Rolle. Stark entwickelt ist der Radtourismus. Auch die Steiermark kennt die Minderheitenfrage, zumal einige tausend Steirer der slowenischen Minderheit angehören. Und schließlich gibt es auch in der Geschichte Gemeinsamkeiten, eine davon ist die Aufteilung des ursprünglichen Landesgebietes durch den Vertrag von Saint-Germain 1919, als die Untersteiermark Slowenien zugesprochen wurde, und die Figur des Erzherzogs Johann von Habsburg, der sich gleichermaßen in Südtirol und in der Steiermark beheimatet fühlte.

Vor diesem Hintergrund stattete eine siebenköpfige Delegation des steirischen Landtags Landeshauptmann Arno Kompatscher einen Besuch ab. LH Kompatscher bot einen Abriss der Situation in Südtirol und berichtete über die Entwicklungen in autonomiepolitischen Fragen: vom Finanzabkommen bis hin zum jüngsten Besuch des Ministerpräsidenten Matteo Renzi in Südtirol und die dabei vereinbarte Autonomie-Agenda. "Zum einen sollen die bereits vorbereiteten Durchführungsbestimmungen möglichst rasch verabschiedet werden", erklärte Südtirols Landeshauptmann, "zum anderen wird eine Arbeitsgruppe mit der Ausarbeitung von Verfassungsgesetzen befasst, um das Autonomiestatut einvernehmlich an die veränderten Gegebenheiten anzupassen und auf diese Weise die Autonomie weiterzuentwickeln."

Weitere Themen waren die Entwicklungen in der Steiermark, in Österreich und auf europäischer Ebene. Gesprochen wurde auch über die institutionalisierte grenzüberschreitende Zusammenarbeit Südtirols und des Trentino mit Tirol im Rahmen des EVTZ Europaregion. Dabei unterstrich Südtirols Landeshauptmann die Wichtigkeit einer engen Anbindung Südtirols an Österreich.

 

 

 

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