Zehn Jahre Chorszene Niederösterreich

 

erstellt am
08. 06. 15
11.00 MEZ

Mit Konzert "Carmina Burana" in Grafenegg gefeiert – LH Pröll: "Regionale Kulturarbeit ist die Wurzel eines Gemeinschaftslebens"
St. Pölten (nlk) - Auf Initiative von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll präsentierte sich die Chorszene Niederösterreich vor zehn Jahren, am 30. Oktober 2005, erstmals im Rahmen einer Gala im Festspielhaus St. Pölten. Seither entwickelte sich dieses Netzwerk an Institutionen, die sich dem Singen widmen, zu einer verantwortungsvollen Förder- und Koordinationsstelle sowie zu einem Begleiter bei der Umsetzung von Chorprojekten. Das Jubiläum am 06.06. mit einem Festakt und anschließenden Konzert im Wolkenturm in Grafenegg gefeiert.

In einem Chor erlebe man, "was Gemeinschaft und Gemeinschaftssinn bedeuten", so Landeshauptmann Pröll im Gespräch mit den Moderatoren Dorothea Draxler, Geschäftsführerin der Volkskultur Niederösterreich, und Heinz Ferlesch, Koordinator der Chorszene Niederösterreich.

"Kultur ist eine ganz wesentliche Facette im menschlichen Leben", so Pröll. Diese fördere die Persönlichkeits- und Herzensbildung sowie die Kreativität. "Regionale Kulturarbeit ist die Wurzel eines Gemeinschaftslebens", so der Landeshauptmann. Diese bringe mit den Chören und Blasmusikkapellen Buntheit in die Gemeinden. Regionale Kulturarbeit sei deshalb so bedeutend, weil man jedem die Chance geben wolle, Kultur zu machen oder sich mit Kultur zu konfrontieren. Es brauche in der Kultur beides - Breite und Spitze, denn "Ohne Breite in der Kultur gibt es keine Spitzenleistungen", so Pröll.

"Der heutige Abend ist der beste Beweis dafür, was aus einer Idee in Realität werden kann und was in der Kulturarbeit in unserem Land steckt", bedankte sich Pröll bei allen Verantwortlichen. Hier werde gezeigt, "wie weit man es bringen kann, wenn man seinen Neigungen freien Raum lässt." Mit der Chorszene Niederösterreich sei es gelungen "auf breitester Ebene eine Bewegung zu erzeugen und die Menschen zur Musik zu bringen", so der Landeshauptmann.

"Singen ist ein Thema für die Menschen. Der heutige Abend ist ein Statement für das Singen", so Gottfried Zawichowski, Koordinator der Chorszene Niederösterreich, im Gespräch mit Draxler und Ferlesch. Senatsvorsitzender Erwin Ortner, sagte, dass das Singen das Schönste sei, denn dafür brauche man kein Instrument, dieses sei der Körper selbst, mit dem man sich bewegen und ausdrücken könne. "Was wir brauchen ist, dass die Menschen dafür brennen. Dann werden sie es auch weitergeben."

Bereits am Nachmittag wurde der Schlosspark unter dem Titel "Singen auf Plätzen" mit Klängen erfüllt durch Kurzdarbietungen der niederösterreichischen Chöre: Amici Musici, Chor St. Peter und Paul, Die TexSinger, gesangSverein theiß, Gesang- und Orchesterverein Gföhl, Stoanakirchner Vielharmonie und Terzett Frauenton.

Das Festkonzert "Carmina Burana - Cantiones Profanae, Carl Orff" wurde gestaltet von Heidi Manser (Sopran), Gernot Heinrich (Tenor), Thomas Weinhappel (Bariton), Eduard und Johannes Kutrowatz (Klavier), Supercussion Vienna (Schlagwerk), Dirigent Gottfried Zawichowski und 500 Sängerinnen und Sängern aus folgenden Chören: a-cappella-chor-tulln, ArtEnsemble, Cantus Vivendi, Chor Mauritius, Chor St. Veit, E-Chor Baden, Eichgraben Vokal, Gemischter Chor Pernitz, Gesangsverein FIDELITAS, Gesang- und Musikverein Haitzendorf, Kinderchor Krems, Kinderchor St. Pölten, Klassenchor 3b der Neuen Mittelschule Tulln, Königsbrunner Kammerchor, Leesdorfer Singkreis, Melker Singverein, Mödlinger Singakademie, Singgruppe Geras, Soundhauf’n Aspang, Spirit Voices und Vocal Ensemble Mödling. Im Publikumschor vertreten waren der Musikverein St. Pölten 1837, die Singgruppe Langenrohr, der Singverein Krummnussbaum und der Stadtchor Baden.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.chorszenenoe.at

 

 

 

 

 

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