Downgrading Kärntens ist direkte Folge der
 HETA-Maßnahmen des Bundes

 

erstellt am
06. 07. 15
11.00 MEZ

LHStv.in Schaunig: Herabstufung des Ratings zeigt Handlungsbedarf des Bundes auf. Finanzgebarung des Landes wird von Moody´s weiterhin gelobt.
Klagenfurt (lpd) - Wenig erfreulich und zum jetzigen Zeitpunkt nicht unbedingt nachvollziehbar ist das neuerliche Downgrading des Landes durch die Ratingagentur Moody´s um zwei Stufen von Baa3 auf Ba2. „Der Schritt ist wie die Herabstufung vom März eine direkte Folge der Maßnahmen, die der Bund im Zusammenhang mit der HETA-Abwicklung gesetzt bzw. nicht gesetzt hat“, betonte Finanzreferentin Gaby Schaunig. Allerdings sei der Schritt der Ratingagentur vom 03.07. nicht völlig nachvollziehbar, da sich seit dem letzten Downgrading die Situation nicht essenziell geändert habe. Als Begründung für die neuerliche Herabstufung führt Moody´s neben den Klagsrisiken vor allem die Unsicherheit über weitere Aktivitäten der FMA an. So sei es völlig unklar, ob und wann es zu einer Entscheidung über das Schuldenmoratorium komme, heißt es in der Erklärung der Ratingagentur.

„Hervorzuheben ist, dass Moody´s weiterhin die solide Finanzgebarung sowie die moderate Schuldenentwicklung des Landes Kärnten positiv anmerkt“, sagt Schaunig und weiter: „Es ist also offensichtlich, dass Kärnten für die neuerliche Herabstufung nicht verantwortlich ist. Daher ersuchen wir den Bund, von einer mit dem Rating verbundenen Verschlechterung der Konditionen, zu denen sich Kärnten derzeit über die OeBFA finanziert, abzusehen.“

 

 

 

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