FMA-Erhebung zu Fremdwährungskrediten
im 1. Quartal 2015

 

erstellt am
30. 06. 15
11.00 MEZ

Aushaftendes FX-Kreditvolumen hat sich wechselkursbereinigt seit dem Neuvergabestopp Herbst 2008 mehr als halbiert
Wien (fma) - Wechselkursbereinigt ist das aushaftende Volumen an Fremdwährungskrediten (FX-Kreditvolumen) an private Haushalte seit der Verhängung des Neuvergabe-Stopps im Herbst 2008 bis 31. März 2015 um Euro 27,1 Mrd. oder 50,4% Prozent zurückgegangen. Die vielfältigen Initiativen der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA zur Begrenzung des Risikos bei den Fremdwährungskrediten zeigen damit nachhaltig Wirkung. Im Vergleich zum 1. Quartal 2014 sank damit das aushaftende Volumen wechselkursbereinigt um Euro 4,4 Mrd. oder 14,2%. Allein im 1. Quartal 2015 ging das aushaftende Volumen wechselkursbereinigt um Euro 1,6 Mrd. oder 5,5% zurück. Dies geht aus der Erhebung der FMA zur Entwicklung der FX-Kredite im 1. Quartal 2015 hervor.

Der Fremdwährungsanteil an allen aushaftenden Krediten an private Haushalte ist im 1. Quartal 2015 auf 19,3% gesunken, um 0,9 Prozentpunkte niedriger als ein Jahr davor. Am Höhepunkt des FX-Kreditbooms lag dieser Anteil bei 31,8%. Ende März 2015 entfiel mit 96,6% weiterhin der Großteil des FX-Forderungsvolumens auf Schweizer Franken (CHF) und der Rest beinahe zur Gänze auf Japanische Yen.

Absolut stieg das Fremdwährungskreditvolumen an private Haushalte hingegen, wegen des massiven Anstieges des Schweizerfrankenwechselkurses durch die Aufhebung der Deckelung bei 1,20 durch die Schweizerische Nationalbank am 15. Jänner, auf Euro 26,7 Mrd. Seit Anfang 2008 hat der Schweizer Franken bis 31. März 2015 um 58,1% aufgewertet; wobei der Wechselkurs seither zwischen 0,98 und 1,08 relativ stark schwankt.

 

 

 

zurück

 

 

 

 

Kennen Sie schon unser kostenloses Monatsmagazin "Österreich Journal" in vier pdf-Formaten? Die Auswahl finden Sie unter http://www.oesterreichjournal.at