Pflegekampagne "Es ist immer noch mein Leben"

 

erstellt am
08. 10. 15
09:00 MEZ

Darabos: "Älterer Generation einen höheren Stellenwert einräumen und ihre die Rolle stärken"
Eisenstadt (blms) - Anlässlich der bundesweiten Pflege-Kampagne „Es ist immer noch mein Leben“ luden Gesundheitslandesrat Mag. Norbert Darabos und die Caritas Burgenland ins Altenwohn- und Pflegezentrum Haus St. Martin in Eisenstadt und informierten mit aktuellen Zahlen und Daten über die Pflege und Betreuung älterer Menschen im Burgenland sowie geplante Maßnahmen in diesem Bereich. Fakt ist, dass der Bedarf aufgrund der demografischen Entwicklung sowie einer steigenden Lebenserwartung zunimmt. Schon heute sind über 28 Prozent der Burgenländerinnen und Burgenländer über 60 Jahre. „Für die Gesellschaft und die Politik ist es notwendig, sich mit dem ,Alt sein‘ und dem ,Alt werden‘ auseinander zu setzen und dieser Generation einen höheren Stellenwert einzuräumen und die Rolle des älteren und alten Menschen zu stärken“, betont Gesundheitslandesrat Darabos die gesellschaftliche Relevanz der wachsenden Generation 60-Plus. Die Caritas ist im Altenwohn- und Pflegebereich ein gewichtiger Partner des Landes, betreibt vier Altenwohn- und Pflegezentren im Burgenland ist darüber hinaus auch in der 24-Stunden-Pflege, der Hauskrankenpflege, der Kurzzeitpflege nach Krankenhausaufenthalten, Tageszentren sowie im Palliativ- und Hospizwesen engagiert. Insgesamt gibt es im Burgenland 43 Altenwohn- und Pflegezentren, wo rund 2000 Menschen betreut werden. „Die Auslastung beträgt nahezu 100 Prozent. Um die Rahmenbedingungen für die ältere Generation bei der Pflege und Betreuung weiter zu verbessern, wird derzeit an einem neuen Gesundheits- und Krankenpflegegesetz gearbeitet“, so Darabos.

Bei der Überarbeitung des Gesetzes gehe es um neue Berufsbilder und Ausbildungsmodelle sowie eine Verbesserung der Ausbildung, sagt Darabos. So ist die Schaffung einer "Pflege-Fachassistenz" vorgesehen. „Ziel ist, die Rahmenbedingungen bei der Betreuung und der Pflege zu verbessern.“ Von Bedeutung sei in diesem Zusammenhang auch die Zunahme von an Demenz erkrankten Menschen. „80 Prozent der hilfs- und pflegebedürftigen Menschen werden in der Familie betreut. Wir müssen hier das Bewusstsein schärfen. Die Leistungen, die Angehörige leisten, werden nach außen kaum wahrgenommen. Sie können nicht alleine diese Aufgabe schultern“, gibt Darabos zu bedenken.

Caritas Direktorin Mag.a Edith Pinter hebt vor allem zwei Trends hervor: „Einerseits ist auf Grund der Berufstätigkeit der Frauen ein gewisser Rückgang bei der familiären Pflege und Betreuung festzustellen, andererseits leben immer mehr Menschen in Singlehaushalten.“ Derzeit seien pflegende Angehörige noch der größte und wichtigste „Pflegedienst“ im Land. „Um ihnen den Rücken zu stärken, werden wir mit Unterstützung des Landes unser flexibles Betreuungsangebot weiter ausbauen“. Dabei scheue man sich auch nicht davor, heikle Themen anzupacken. So wurde im Caritas Haus Lisa in Deutschkreutz wurde ein Kompetenzpool für das Problem „Gewalt im Alter“ installiert.

Die Caritas führt im Burgenland vier Altenwohn- und Pflegezentren für 280 Menschen, sieben Stützpunkte der Hauskrankenpflege und drei Tageszentren. Insgesamt werden mit 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 1.100 Menschen betreut.

Caritas: Tag der offenen Tür am 23. Oktober 2015
Am 23. Oktober 2015 öffnet die Caritas ab 15.30 Uhr die Türen ihrer Altenwohn- und Pflegeheime in Neusiedl am See (Haus St. Nikolaus), Eisenstadt (Haus St. Martin), Rechnitz (Haus Elisabeth) sowie Deutschkreutz (Haus Lisa) und zum Tag der offenen Tür ein.

 

 

 

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