Ostermayer bei Frankfurter Buchmesse

 

erstellt am
16. 10. 15
09:00 MEZ

Leistungsschau und Nachweis der Erfolgsstory des Österreichischen Buches – Minister kündigt ab 2016 österreichischen Buchpreis und Buchhandlungspreis an
Frankfurt/Wien (bpd) - "Bücher zählen zu den bedeutendsten Kulturgütern unserer Zeit. Wenn wir über Bücher sprechen, dann reden wir auch über das größte Projekt der Demokratisierung der Menschheit. Denn es war der Buchdruck, der die Überwindung von bis dahin bestehenden Machtstrukturen erst ermöglicht hat. Nicht umsonst versuchen seither totalitäre Regime, Bücher und gedruckte Meinung zu beschränken", so Bundesminister Josef Ostermayer beim Österreich-Empfang im Rahmen der Frankfurter Buchmesse, bei der sich heuer 132 Verlage aus Österreich – um 24 mehr als im Vorjahr – präsentieren. Auch die Geschichte des Gastgeberlandes Indonesien kann im Zuge solcher Entwicklung – sowohl der Kolonialisierung und ihrem Ende sowie der Demokratisierung nach dem Sturz Soehartos 1998 – gesehen werden.

"Auf der Frankfurter Buchmesse wird die Vielfalt des österreichischen Buchmarktes, der Erfolg heimischer Autorinnen und Autoren in geballter Form sichtbar. Als Kulturminister ist es meine Aufgabe, Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen dieses Wirken und diese Werke bestmöglich entstehen können", betonte Ostermayer. Der Minister verwies auf das 2015 gestartete, 11,4 Millionen Euro umfassende Maßnahmenpaket für Autoren, Verleger und den Buchhandel, das auch 2016 konstant bleibt. Auch verwies der Minister in dem Zusammenhang auf die Buchpreisbindung für E-Books, was einen Meilenstein für den österreichischen Büchermarkt bedeute. "Für die Verlagsförderung stehen Mittel in der Höhe von 2,2 Millionen Euro zur Verfügung. 2015 haben wir begonnen, die Anzahl der Stipendien für Autoren zu erhöhen. 2016 stehen rund 1,5 Millionen Euro für die Autorenförderung in Form von Arbeits-, Werks-, Staats- und Projektstipendien zur Verfügung", so Ostermayer. Des Weiteren sprach sich der Kulturminister für eine Intensivierung der Vermittlungsaktivitäten von Literatur aus. Für Literaturfestivals, die Lesefestwoche bei der Buch Wien und zahlreiche andere Literaturveranstaltungen stehen 2016 in Summe 4,9 Millionen Euro zur Verfügung. Abschließend kündigte der Minister an, dass es ab 2016 den österreichischen Buchpreis und Buchhandlungspreis – beide Preise gemeinsam mit dem Hauptverband des österreichischen Buchhandels – geben werde.

Gedruckte Ideen und veröffentlichte Meinungen seien in den vergangenen 500 Jahren zum gemeinsamen Nenner von Befreiung und Widerstand geworden. "Sie sind das Mittel und der Weg der Macht der Unterdrückten über die Unterdrücker. Wir leben in Zeiten, in denen religiöse Fanatiker in Syrien, im Irak und in Afghanistan versuchen, Menschen zu unterdrücken und deren Gedanken zu beherrschen. Wir haben in diesem Jahr erlebt, dass Karikaturisten hingemetzelt wurden, weil sie ihrem Verständnis von Pressefreiheit folgten", so Ostermayer.

Der Bundesminister sprach sich für eine Unterstützung der Schriftstellerinnen, Schriftsteller und Intellektuellen aus: "Sie kämpfen für die Werte der Aufklärung und der Menschenrechte – und sie kämpfen für das freie Wort."

 

 

 

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