1. WIEN MODERN 2015

 

erstellt am
23. 10. 15
09:00 MEZ

Vom 5. bis 28. November 2015 wird Wien wieder das Zentrum für Musik der Gegenwart
Wien (wien modern) - WIEN MODERN, das größte österreichische Festival für zeitgenössische Musik, präsentiert an 17 Spielorten über 50 Veranstaltungen. Der künstlerische Leiter Matthias Lošek verabschiedet sich mit dieser Festivalausgabe von WIEN MODERN. Die 28. Ausgabe steht heuer ganz im Zeichen von Pop.Song.Voice und setzt sich mit den vielfältigen Bezügen und gegenseitigen Impulsen von zeitgenössischer Musik und Popkultur auseinander.

WIEN MODERN, das ist Musik, Musiktheater, Performance, Symposion und Party. Drei Wochen lang wird das Festival wieder ein dichtes Netz zeitgenössischer Musik über die Stadt Wien spannen. Die Eröffnung von WIEN MODERN am 5. November im Wiener Konzerthaus widmet sich einem Großmeister der Neuen Musik: Anlässlich des 90. Geburtstags von Pierre Boulez bringt das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter der musikalischen Leitung von Cornelius Meister mit "Pli selon pli" einen Meilenstein der neueren Musikgeschichte zum Erklingen. Das Eröffnungskonzert wird von der Ernst von Siemens-Musikstiftung unterstützt.

Weitere Orchesterkonzerte gestalten das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Cornelius Meister mit Olga Neuwirths "Hommage à Klaus Nomi" und Gerhard E. Winklers "Anamorph II (Fake: a Suite)" (9.11., Musikverein) sowie die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Erik Nielsen mit Werken von HK Gruber und Johannes Maria Staud (15.11., Wiener Konzerthaus). Zudem präsentiert das ORF Radio-Symphonieorchester Wien unter Sylvain Cambreling Werke von Isabel Mundry, Mark Andre und Rebecca Saunders (19.11., Wiener Konzerthaus).

Im Zeichen von Pop.Song.Voice steht heuer die Frage nach den Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Neuer Musik und avancierter Popmusik im Vordergrund. In den zwei scheinbar getrennten Welten gibt es bedeutend mehr Schnittmengen, als man auf den ersten Blick glauben könnte. So setzen sich beispielsweise Electric Indigo, Pia Palme und Jorge Sánchez-Chiong in "N°1: A Phenomenology of Pop" mit pop-spezifischen Themen auseinander, Klangexzerpte und Lyrics von Pop-Hits bilden die Ausgangspunkte für diese drei Uraufführungen (26.11., Wiener Konzerthaus). Das Black Page Orchestra lotet den Grenzbereich zwischen komponierter Musik, multimedialer Komposition, Video und Elektronik aus. Bezüge zu Pop und zur Popkultur sind dabei ganz selbstverständlich (25.11., Porgy & Bess).

Das Ensemble Platypus bespielt das ganze Fluc und inszeniert dabei einen weit verzweigten Streifzug durch außergewöhnliche und populäre Musikpositionen. Dabei erklingen "Hits" der neuen Musik, "Stars" werden in Szene gesetzt, umgedeutet und laden durchaus auch zum Tanzen ein (26.11.). "Pink Velvet's Bad Trip" des portugiesischen Remix Ensemble ist eine Hommage an The Velvet Underground und Pink Floyd (27.11., Wiener Konzerthaus). Das deutsch-isländische Ensemble Adapter präsentiert im Semperdepot mit "Musik für Instrumente und Geräte" rhythmisch prägnante Musik zu Diaprojektoren, Elektronik, Schlagzeug und Beatfragmenten von Paul Frick und Ketan Bhatti (27.11.).

Zwischen den Meisterwerken der Neuen Musik und der avancierten Popmusik fungiert die Stimme als Vermittler. So setzt sich Eva Reiter in ihrer Uraufführung "The Lichtenberg Figures" mit dem schier unendlichen Facettenreichtum der menschlichen Stimme auseinander und lässt auch das Instrumentarium des belgischen Ictus Ensembles selbst zur Stimme werden (25.11., MuTh). Mit Georg Nigl, Anglika Luz, David Moss und Christian Zehnder zeigen am 8. November in der Brotfabrik vier außergewöhnliche Stimmen unterschiedliche Perspektiven auf die Gattung Lied im 20. und 21. Jahrhundert.

Der Erste Bank-Kompositionspreis 2015 ging an Peter Jakober. Das Klangforum Wien spielt am 13. November unter der Leitung von Bas Wiegers die Uraufführung seines neuen Werkes "Substantie". Jakobers Musik zeichnet sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit den aktuellen Möglichkeiten der Live-Elektronik und der gezielten Klanggestaltung aus.

Die 28. Festivalausgabe bietet auch heuer wieder einige szenische Premieren: Manuela Kerer und Arturo Fuentes präsentieren im Rabenhof Theater die gemeinsame Uraufführung des satirischen Musiktheaters "Whatever Works" von Dimitré Dinev (Libretto). Es wird dabei gezeigt, wie man Katastrophenhilfe zur Karrierehilfe umfunktionieren kann. Im Tanzquartier Wien kommt Bernhard Langs und Silke Grabingers Monadology XVIII "Moving Architecture" zur Aufführung. Bei der diesjährigen DSCHUNGEL WIEN MODERN-Produktion erlebt das junge Publikum die Uraufführung "Robinson" mit Komposition von Hannes Löschel.

Partystimmung: Die legendären WIEN MODERN StudioNÄCHTE finden im Elektro Gönner ihre Fortsetzung. Den Auftakt macht am 6. November Patrick Pulsinger am Vinyl. Drei weitere StudioNÄCHTE mit DJ-Lines und Live-Gigs stehen jeweils freitags am Festivalprogramm.

Eine Neuheit des Festivals ist das offizielle WIEN MODERN Wohnzimmer im Café Heumarkt. Als langjähriger Wegbegleiter von WIEN MODERN fungiert das Café Heumarkt erstmals als offizielles Wohnzimmer. Das Festival lädt ein, über Gehörtes in besonderer Atmosphäre zu reflektieren und die Abende in einem außergewöhnlichen Ambiente ausklingen zu lassen.

Grande Finale: Das Festival geht mit einer rauschenden Party am 28. November im WUK zu Ende: rAVE nIGHT vIENNA ist Techno, Eskapismus, Film, Musik, Ego und Alter Egos, Licht, Nebel, tosende Gitarren, Schlagzeug und eine Menge von Klischees wild durcheinander gemischt. Das Ensemble Nikel, Alexander Schubert und Ministry of Bad Decisions begeben sich auf die Suche nach der Essenz des Pop.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.wienmodern.at

 

 

 

 

 

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