Kopf: Wirtschaftsstandort Europa steht
 vor enormen Herausforderungen

 

erstellt am
21. 10. 15
09:00 MEZ

Zweiter Nationalratspräsident verwies bei Investorenkonferenz in Hongkong auf Brückenkopf-Funktion Österreichs
Wien (pk) - Im Rahmen eines Mittagessens unter dem Motto: "What's going on in Europe?", anlässlich der "2nd Sino-Austrian Investor Conference 2015" in Hongkong, am 20.10. an dem rund 200 Unternehmensvertreter und Investoren aus Österreich, Hongkong und China teilnahmen, nahm Zweiter Nationalratspräsident Karlheinz Kopf als Eröffnungsredner eingangs Bezug auf aktuelle politische Fragen mit denen insbesondere die Länder der Europäischen Union konfrontiert sind. Kopf erörterte dabei Fragen der Flüchtlingsbewegung nach Mitteleuropa, die Auswirkungen der Flüchtlingskrise auf nationale Wahlen in den europäischen Mitgliedsstaaten sowie die insgesamt schwierigen Rahmenbedingungen mit welchen die europäische Politik und Europa als Wirtschafts- und Finanzstandort zu kämpfen hat.

"In den letzten Monaten und Jahren war und ist Europa extrem gefordert, seinen Stellenwert als Stabilität und Sicherheit garantierender und seine Wettbewerbsfähigkeit gewährleistender Wirtschafts- und Investitionsstandort aufrecht zu halten. Griechenland-Krise, Euro-Krise, der Konflikt Russlands mit der Ukraine und nunmehr die Flüchtlingsproblematik gingen und gehen nicht spurlos an der Europäischen Union und dem Standort Europa vorbei", so Kopf.

Es sei daher gerade für kleine, exportorientierte Länder wie Österreich von enormer Bedeutung mit boomenden Regionen in Asien, wie China und Hongkong zu kooperieren: "Durch eine Zusammenarbeit – und es gäbe zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten – können alle Seiten profitieren", so Kopf unter Hinweis auf die "Seidenstraßen-" und "16+1-Initiative" Chinas. "Wir sind ein kleines Land aber wir haben viele versteckte 'Champions'", so Kopf, der auch die Brückenkopf-Funktion Österreichs für die CEE (Central & Eastern Europe) Region unterstrich.

Tags zuvor fand ein Treffen des Zweiten Nationalratspräsidenten mit dem für Hongkong zuständigen Außenamtskommissar Chinas, Song Zhe, statt. "Hongkong ist Top bei seiner ökonomischen Entwicklung, Hongkong brauche aber auch eine Weiterentwicklung seiner demokratischen Reformen, es brauche eine reife Demokratie, in welcher sich die verschiedenen Parteien gegenseitig respektierten", erklärte Zhe und lud Kopf bei dieser Gelegenheit zu einem recht baldigen weiteren Besuch in China und Hongkong ein.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.parlament.gv.at

 

 

 

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