Hongkong: Brückenkopf für österreichische
 Startups nach Asien

 

erstellt am
20. 10. 15
09:00 MEZ

AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA setzt Initiativen, um heimische Startups in die internationalen Hotspots der Szene, von Silicon Valley bis Singapur, zu bringen
Hongkong/Wien (pwk/awp) - Am 19.10. fand der "Erste Österreich-Hongkong Start-up Roundtable" In Hongkong statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Geleitet wurden die Expertengespräche mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik aus Hongkong sowie der Volksrepublik China von Staatssekretär Harald Mahrer, der von Karl Hartleb, stellvertretender Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, begleitet wurde. Unter anderem fanden Gespräche mit Nicholas Yang Wie-Hsiung, Hongkonger Staatssekretär für Innovation, Technologie & Start-ups, über mögliche Kooperationen sowie die Teilnahme an Asiens größtem Startup Festival, dem "StartmeUp 2016" in Hongkong (23.-30. Jänner 2016) statt.

Der Roundtable bringt Gründer, Investoren und eine breite Mischung aus über 40 hochkarätigen "Movers und Shakers" aus dem Startup-Ökosystem Hongkong und China zusammen - darunter finden sich etwa AngelVest, Brinc, CompareAsiaGroup, connceted thinking, Forbes, Prospect Ventures, Garage Society, HAX, Cyberport, HKDC, HK Science & Technology Parks, InvestHK, KPMG, Monexo, Nest, PMQ, Reallifeconncet, Swire und Vistra.

Hongkong ist in Asien die klare Nummer eins, Startups betreffend, und positioniert sich als Pendant zum Silicon Valley in den USA. So platzierte Forbes Hongkong als "Most important Tech Capital to Watch" nach Silicon Valley und New York. "Mit unseren Fördermaßnahmen und Veranstaltungen wollen wir österreichischen Jungunternehmern und Startups den Zugang in DAS Zentrum der Vertical-Szene in Asien erleichtern", betont Karl Hartleb. Unterstützt werden österreichische Startups bei ihrem Schritt in internationale Märkte etwa ganz am Anfang im Bereich der co-working spaces und hot chairs oder später bei Inkubatoren, Akzeleratoren, Peer2Peer Landing Sites, Business Angels, FinTech oder IoT. Christian Schierer, österreichischer Wirtschaftsdelegierter in Hongkong: "Flexibilität und Geschwindigkeit in Hongkong, der seit 20 Jahren liberalsten Marktwirtschaft der Welt, sind einfach atemberaubend. Zusätzlich bietet das angrenzende chinesische Festland fast unerschöpfliche Möglichkeiten und besonders hohes Potential für österreichische Unternehmen."

Die Veranstaltung in Hongkong war Teil des Förderprogramms der Internationalisierungs- offensive "go-international" des Wirtschaftsministeriums und der WKÖ, das gezielt Startups bei ihren Internationalisierungsschritten unterstützt. So ist auch das AußenwirtschaftsCenter Tokio intensiv im Bereich Start-Ups/Innovation aktiv. Im Mittelpunkt stehen Initiativen, österreichische Hightech Start-Ups & High Tech Unternehmen an japanische Investoren und Großunternehmen heranzuführen. Hartleb: "Vor dem Hintergrund zunehmender Globalisierung und des damit verbundenen Wettbewerb- und Innovationsdrucks suchen etablierte, finanzstarke japanische Großunternehmen die Zusammenarbeit mit jungen, dynamischen Ideenschmieden, d.h. Start-Ups und innovativen KMU." Damit ist die Brückenbildung zwischen Österreich und Japan für internationale Innovations- und Technologietransfers sowie als Verbindungsrampe für japanische Unternehmen und Investoren von zentraler Bedeutung. "Eine Positionierung Österreichs als dynamischer Standort für Start-Ups und Innovation legt auch eine gute Basis für mögliche Investitionen japanischer Großunternehmen im Bereich R&D Niederlassungen und sogenannter Innovationsbüros in Österreich", so Hartleb. Auch in Korea sieht Hartleb gute Chancen für innovative Unternehmen aus Österreich. Daher unterstützt das Außenwirtschaftscenter Seoul gemeinsam mit jenem in Tokio österreichische Hightech Start-Ups sowie High Tech Unternehmen, die Kontakte und Kooperationen mit koreanischen und/oder japanischen Großunternehmen suchen, denn die Ausgangslage ist in beiden Ländern ähnlich. Unterstützt werden Initiativen dieser Art von der koreanischen Regierung im Rahmen ihrer ‚Creative Economy‘ Politik, aber auch von koreanischen Großfirmen, wie Samsung, LG, Hyundai, die durch besondere ‚Innovation Centers‘ kleine innovative Firmen zu Kooperationen animieren und ihnen ausgezeichnete Infrastruktur dazu anbieten. Diese Innovation Center stehen auch ausländischen Firmen, die an Kooperationen interessiert sind offen. Im März 2016 organisiert die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA eine Innovations-Factfinding Reise für innovative österreichische Unternehmen nach Tokio und Seoul, um sie mit japanischen und koreanischen High Tech Unternehmen sowie Investoren zu vernetzen. Gleichzeitig positioniert die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA Wien als Start-up Hub für koreanische und japanische Jungunternehmer in Europa.

Singapur hat sich zum Ziel gesetzt, mit entsprechenden Programmen eine "Startup-Nation" zu werden. Hartleb: "Daher sind wir auch hier aktiv und haben den ersten ‚Austrian Start-up Day‘ in Singapur organisiert." Dabei treffen einander Inkubatoren, Unternehmen, Investoren und wichtige Entscheidungsträger aus Österreich und Singapur und besprechen das Potential und loten künftige Kooperationsmöglichkeiten aus. Ähnliche Programme gibt es für österreichische Startups für Kooperationen in Tel Aviv/Israel.

Eine mittlerweile seit Jahren erfolgreiche Förderschiene von "go-International" ist die Initiative "Go Silicon Valley", bei der österreichischen Startups ein Aufenthalt im globalen Startup-Mekka in Kalifornien/USA ermöglicht wird.

 

 

 

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