Katastrophenschutz-Übung in den Salzwelten Hallein

 

erstellt am
27. 10. 15
09:00 MEZ

Professionelle internationale Zusammenarbeit bei Grubenübung
Hallein/Salzburg (lk) - Die Rettung von sechs Personen, die sich nach einem Feuer in den Salzwelten Hallein verirrt haben und teilweise verletzt waren, war am 23.10. die zentrale Aufgabe am zweiten Tag der groß angelegten Katastrophenschutz-Übung auf dem Dürrnberg in Hallein. Zur Bergung dieser Personen aus den weit verzweigten und teilweisen verrauchten Stollen waren heute auch 56 Expertinnen und Experten von acht Grubenwehren aus Österreich, Deutschland, Italien, Polen und Tschechien eingesetzt.

Zu Ende der Übung steht fest, dass der Betrieb auf solche Ereignisse sehr gut vorbereitet ist. Übungsleiter Markus Kurcz vom Katastrophenschutz des Landes verwies vor allem auf die solide Arbeit in der gemeinsamen Einsatzleitung und die Professionalität der Grubenwehren. Die Alarmierungs- und Verständigungsabläufe seien fast reibungslos über die Bühne gegangen. "Schon zu Ende der Übung hat sich herausgestellt, dass die für Salzburg ausgearbeiteten Einsatz- und Notfallpläne funktionieren", so Kurcz. Die Erkenntnisse dieser Übung werden nun auch wertvoll für andere ähnliche Betriebe im Land sein.

Kurcz betonte, dass besonders auch die Zusammenarbeit zwischen den örtlichen Einsatzorganisationen Feuerwehr, Rotes Kreuz und Bundesheer mit der Einsatzleitung und den internationalen Rettungsexpertinnen und -experten hervorragend funktioniert habe. Herausgestellt habe sich, dass auf internationaler Ebene ein Abstimmungsbedarf hinsichtlich der Ausrüstung und des Leistungsvermögens der Grubenwehren sowie über Alarmierungsmöglichkeiten und -pläne bestehe. Auch eine Verbesserungsmaßnahme für die Salzwelten auf dem Dürrnberg habe sich schon herausgestellt: So sollten an den "Mundlöchern", das heißt an den Ausgängen der großen Stollen, Telefone, die direkt mit der Betriebsleitung verbunden sind, in nicht verrauchten Bereichen installiert werden.

Die Übung wurde vom Katastrophenschutz des Landes und dem Landes-Medienzentrum gemeinsam mit der Bezirkshauptmannschaft Hallein, der Montanbehörde, der Hauptstelle für das Grubenrettungswesen, der Salinen Austria AG, der Stadtgemeinde Hallein, dem Landratsamt Berchtesgadener Land sowie den Einsatz-, Hilfs- und Rettungsorganisationen des Tennengaus und des angrenzenden Berchtesgadener Landes durchgeführt.

 

 

 

zurück

 

 

 

 

Die Nachrichten-Rubrik "Österreich, Europa und die Welt"
widmet Ihnen der
Auslandsösterreicher-Weltbund

 

 

 

Kennen Sie schon unser kostenloses Monatsmagazin "Österreich Journal" in vier pdf-Formaten? Die Auswahl finden Sie unter http://www.oesterreichjournal.at