Rupprechter: Exportchancen im
 Zukunftsmarkt Japan nutzen

 

erstellt am
05. 11. 15
11:00 MEZ

Politische Gespräche und Produktpräsentationen zur Exportankurbelung
Tokyo/Wien (bmlfuw) - "The taste of Austria" - unter diesem Motto stand ein Kochworkshop für japanische Journalisten im Hotel Andaz in Tokyo. Das Hotel wird vom gebürtigen Österreicher Gerhard Passrugger geleitet, der es sich zum Ziel gesetzt hat, "die Heimat nach Japan zu holen". Bei dem Kochworkshop half auch Bundesminister Andrä Rupprechter tatkräftig mit. Gekonnt befüllte er knusprige Stanitzel mit feinem Kürbismousse.

Rupprechter befindet sich derzeit auf Arbeitsbesuch in Japan. Im Mittelpunkt steht die österreichische Exportoffensive für Lebensmittel sowie Umwelt- und Forsttechnologie.

Begleitet wird Rupprechter von Bauernbundpräsident Jakob Auer, den Landesräten Maximilian Hiegelsberger (OÖ) und Johann Seitinger, Biomasseverbands-Präsident Josef Plank und IV-Vizegeneralsekretär Peter Koren.

Rupprechter: "Der Export ist ein Wachstums- und Jobgarant für Österreich. Die hohe Qualität heimischer Produkte wird international geschätzt, dieses Potenzial müssen wir nutzen und weiter ausbauen".

Japan ist nach den USA und China der wichtigste Handelspartner Österreichs außerhalb Europas. Die Konsumenten in Japan verfügen über eine hohe Kaufkraft und sind entsprechend anspruchsvoll. Gefragt sind qualitativ hochwertige, gesunde und naturnah produzierte Lebensmittel genauso wie innovative Technologie im Umweltbereich.

Exportbewilligung für Rindfleisch angestrebt
Bei einem Arbeitsgespräch mit dem neuen japanischen Landwirtschaftsminister Hiroshi Moriyama setzte sich Rupprechter für bessere Exportmöglichkeiten für österreichische Agrarprodukte ein. Seit dem BSE-Skandal darf kein österreichisches Rindfleisch nach Japan geliefert werden, Österreich strebt die Aufhebung der Exportsperre an. Moriyama will sich für eine rasche Prüfung der bereits übermittelten Veterinärzeugnisse durch die japanischen Behörden einsetzen.

Die Einfuhr von österreichischem Frischobst nach Japan ist derzeit aufgrund phytosanitärer Bestimmungen ebenfalls nicht möglich. Auch diese Beschränkung war Thema des Arbeitsgespräches der beiden Minister.

Derzeit exportiert Österreich nach Japan vor allem Schweinefleisch, Fruchtsäfte, Schokolade und Wein. Eine deutliche Steigerung gab es im Vorjahr beim Schweinefleischexport.

Klimaschutz und Anti-Atombewegung
Die Atomkatastrophe von Fukoshima ist in Japan noch immer allgegenwärtig. Obwohl die japanische Bevölkerung laut Umfragen mehrheitlich gegen die Kernenergie ist, wurden im August und Oktober dieses Jahres die ersten beiden Blöcke des Atomkraftwerks Sendai wieder in Betrieb genommen. Rupprechter traf am Mittwoch in Tokyo mit Vertretern der japanischen Anti-Atombewegung zusammen. Themen des Gesprächs mit Vertretern von Greenpeace Japan, Friends of die Earth und vom Nuclear Information Center waren unter anderem die Energiewende hin zu Erneuerbarer Energie und der Klimawandel.

Die Klimaverhandlungen in Paris und die erneuerbaren Energien standen im Mittelpunkt eines Arbeitsgesprächs mit Umweltministerin Tamayo Marukawa. "Paris darf nicht der Endpunkt der Verhandlungen sein, sondern der Startschuss für eine neue und ambitionierte globale Klimaschutzpolitik", betonte Rupprechter. Zum Thema Energiewende sagte Rupprechter, es müsse ein "globales Umdenken geben, damit die erneuerbaren Energieträger wettbewerbsfähig werden". Die Atomenergie sei nicht nur unsicher, sondern auch wirtschaftlich keine Alternative. Marukawa zeigte sich beeindruckt vom hohen Anteil der erneuerbaren Energie in Österreich. Auf Einladung von Rupprechter will sie im kommenden Jahr nach Österreich kommen und sich selbst ein Bild machen.

Leistungsschau Kulinarik und Technologie
Beim Showcase "Kulinarik und Lebensmittel aus Österreich" präsentierten am Mittwoch knapp 30 österreichische Firmen aus der Lebensmittelbranche sowie rund 70 Winzer ihre Produkte. Organisiert wurde die Veranstaltung für japanische Einkäufer und Journalisten von der Wirtschaftskammer, der AgrarMarkt Austria und der Österreich Wein Marketing.

In Nagano fand am der Kongress "Forsttechnologie, Biomasse, Umwelttechnologie" mit zahlreichen Experten aus Japan und Österreich statt. Hauptthemen waren erneuerbare Energien, Schutz vor Naturgefahren und die nachhaltige Waldbewirtschaftung. Knapp 40 österreichische Firmen präsentierten bei der Veranstaltung innovative Lösungen "made in Austria".

 

 

 

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