Einbürgerungen in den ersten drei
 Quartalen 2015 um 7,4% gestiegen

 

erstellt am
16. 11. 15
11:00 MEZ

Wien (statistik austria) - In den ersten neun Monaten des Jahres 2015 wurde laut Statistik Austria die österreichische Staatsbürgerschaft an insgesamt 6.093 Personen verliehen. Darunter sind 49 Personen, die einen Wohnsitz im Ausland haben. Das waren um 422 Einbürgerungen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (+7,4%). Damit setzte sich der seit dem Jahr 2011 beobachtbare Trend steigender Einbürgerungszahlen fort. Im ersten Quartal 2015 stieg der Wert im Vergleich zum Vorjahr um +10,1%, im zweiten Quartal sank er um -1,2% und wuchs im dritten Quartal 2015 um +14,1%.

Fast alle Bundesländer mit Ausnahme von Tirol (-3,1%) und Burgenland (-2,0%) wiesen in den ersten drei Quartalen 2015 höhere Einbürgerungszahlen auf als von Jänner bis September 2014. Die stärksten Zuwächse konnten in Wien (+17,2%) und in Vorarlberg (+10,4%), gefolgt von Kärnten (+5,9%), Salzburg (+3,3%), Niederösterreich (+3,1%) der Steiermark (+2,4%) und Oberösterreich (+0,1%) verbucht werden.

Nach dem Einbürgerungsgrund betrachtet erhielten in den ersten drei Quartalen 2015 insgesamt 1.023 Personen (16,8%) die Staatsbürgerschaft im Ermessen, darunter 981 Personen nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz in Österreich (§10, Abs. 1, StBG). Mehr als die Hälfte der Einbürgerungen (3.355 oder 55,1%) erfolgte auf Grund eines Rechtsanspruchs, 1.887 Personen davon nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen (z. B. Geburt in Österreich, EWR-Staatsangehörigkeit oder asylberechtigt, §11a, Abs. 4). 658 Personen wurde die Staatsangehörigkeit auf Grund der Ehe mit einem Österreicher bzw. einer Österreicherin (§11a, Abs. 1 u. Abs. 2) verliehen. Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" wurden 202 Ehegatten (§16) und 1.513 Kinder zu österreichischen Staatsbürgern und Staatsbürgerinnen (§17) – zusammen machte das 28,1% aller Einbürgerungen aus.

Unter den zehn wichtigsten Herkunftsländern, aus denen insgesamt 60,0% der neuen österreichischen Staatsbürger kamen, stand Bosnien und Herzegowina mit 911 Eingebürgerten (15,0%) an erster Stelle. Es folgten die Türkei (774 Personen bzw. 12,7%), Serbien (467), Kosovo (389), Ukraine (252), Russische Föderation (212), Ägypten (167), Rumänien (164), Indien (163) und Mazedonien (155). Mehr als ein Drittel der neuen Staatsbürgerinnen und Staatsbürger (35,9%) wurde bereits in Österreich geboren.

Detaillierte Ergebnisse bzw. weitere Informationen zu den Einbürgerungen finden Sie hier >

 

 

 

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