OÖ: Verstärkte Demokratievermittlung
muss Antwort auf Terroranschläge sein

 

erstellt am
20. 11. 15
11:00 MEZ

Linz (lk) - Anlässlich der menschenverachtenden Anschläge am vergangenen Wochenende in Paris hielt der Oö. Landtag am 19.11. im Rahmen der Plenarsitzung eine Trauerminute ab. „Wieder hat es Menschen in Paris getroffen, Frankreichs Herz war das Ziel der Terroristen. Wieder sind es Unschuldige, die zu Opfern wurden – ganz Frankreich trauert und wir alle mit. Unsere aufrichtige Anteilnahme gilt vor allem den Familien und Angehörigen der über 130 Todesopfer“, betont Landtagspräsident KommR Viktor Sigl und verurteilt in seiner Rede vehement Terroranschläge gegen Bürgerinnen und Bürger – egal welcher Konfession oder Weltanschauung diese angehören.

Die Attentate auf öffentlichen Plätzen waren ein Anschlag auf die Freiheit – auf die Freiheit der Französinnen und Franzosen, der Europäischen Union und der Gesellschaft Europas insgesamt. „Unsere Werte und unsere Freiheit sind in der Geschichte bereits mehrmals angegriffen worden. Doch unser Europa ist ein Bollwerk der Demokratie und der Menschenrechte. Auch die Anschläge islamistischer Terroristen können und werden daran nichts ändern. Wir dürfen uns dadurch nicht in unserer Freiheit einschränken lassen“, so Sigl.

Mit diesen Anschlägen wurden Grundpfeiler der Demokratie angegriffen. Demokratie steht für Versammlungsfreiheit, Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit – ein freies Leben insgesamt. Landtagspräsident Sigl ist überzeugt, dass die Gemeinschaft der demokratischen Staaten stärker ist als der Terror und Fanatismus: „Durch Hass lassen wir uns nicht spalten. Das zeigen auch die unzähligen Solidaritätskundgebungen auf der ganzen Welt, bei denen sich Hunderttausende für Freiheit stark machen und die Botschaft aussenden: Die Anschläge erschüttern uns, sie erschüttern aber nicht unsere Überzeugungen. Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Mitmenschlichkeit und Wahrung der Menschenrechte – das ist unsere Lebensform und wird es auch bleiben.“

Österreich gedenkt heuer großer historischer Ereignisse. Zum 70. Mal jährt sich das Ende des Zweiten Weltkrieges, die Gründung der Zweiten Republik, und vor 60 Jahren wurde der Staatsvertrag unterzeichnet. „Unterstreichen wir infolgedessen unseren Willen, eine tolerante und friedliche Gesellschaft zu sein und auch weiterhin zu bleiben,“ so Sigl.

„Wir Politikerinnen und Politiker sind nun aufgefordert, die Vorteile der Demokratie energisch aufzuzeigen und für die Bürgerinnen und Bürger greifbarer zu machen. Jeder hat hier eine besondere Verantwortung. Legen wir ein noch stärkeres Augenmerk auf politische Bildung und Demokratievermittlung,“ betont Landtagspräsident Sigl abschließend.

 

 

 

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