ImPulsTanz: Erste Programmhighlights

 

erstellt am
10. 03. 16
11:00 MEZ

Wien (impulstanz) - 2016 präsentiert das ImPulsTanz – Vienna International Dance Festival große internationale Produktionen, neue Kooperationen sowie die [8:tension]-Reihe für junge Choreografie. Viel Prominenz, aber auch Neues und Unerprobtes sorgen im Performanceprogramm und in den mehr als 200 Workshops und Research Projekten dafür, dass der zeitgenössische Tanz auf und hinter den Bühnen, vor allem aber durch die Körper des Publikums hindurch eine ganze Stadt bewegt – von 14. Juli bis 14. August.

Unter den ersten Highlights im Performanceprogramm findet sich Anne Teresa De Keersmaeker und ihre Compagnie Rosas mit zwei Stücken. Die flämische Tanzkoryphäe und langjährige Wegbegleiterin des Festivals steht in ihrer jüngsten Produktion Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke gemeinsam mit Rosas-Tänzer Michaël Pomero und der Flötistin Chryssi Dimitriou selbst auf der Bühne. In ihrem Trio Verklärte Nacht brilliert indes die Ausnahmetänzerin und beliebte ImPulsTanz-Workshop-Dozentin Samantha Van Wissen zu Arnold Schönbergs Orchesterfassung – Aufnahme dirigiert von Pierre Boulez – sowie Richard Dehmels gleichnamigem Gedicht.

Ebenso aus Flandern kündigen sich die Needcompany sowie der weltbekannte Choreograf Wim Vandekeybus und seine Compagnie Ultima Vez an. Die bereits 1999 bei ImPulsTanz aufgeführte Performance In Spite of Wishing and Wanting, zu der Talking Heads Gründer David Byrne den Sound kreierte, kehrt nach über 15 Jahren mit neuem Cast als [ImPulsTanz-Classic] nach Wien zurück. Mit im Gepäck: Vandekeybus’ jüngster Bühnenerfolg Speak low if you speak love .... Acht grandiose Tänzer_innen, die begleitet werden von Mauro Pawlowskis Band und der südafrikanischen Interpretin Tutuo Puoane, rasen auf tänzerisch höchstem Niveau durch einen der Liebe gewidmeten Abend. Parallel dazu zeigt Allroundkünstler Vandekeybus seinen Spielfilm Galloping Mind im Metro Kinokulturhaus.

Zu den weiteren Programmhighlights zählen die franko-kanadische Choreografin Marie Chouinard, die anlässlich des 500. Todestages von Hieronymus Bosch ihre neue Compagniearbeit HIERONYMUS BOSCH: THE GARDEN OF EARTHLY DELIGHTS zur Aufführung bringt. Der Flamenco-Star Israel Galván zeigt FLA.CO.MEN und Butoh-Koryphäe Ushio Amagatsu aus Japan gastiert mit seiner berühmten Compagnie Sankai Juku.

Seit 2001 hat die [8:tension] Young Choreographers’ Series ihren fixen Platz im ImPulsTanz-Performanceprogramm. Auch dieses Jahr holt das fünfköpfige Kurator_innen-Team rund um Christa Spatt und Christine Standfest eine neue Generation von Choreograf_innen nach Wien. Hier bieten sich dem Publikum zahlreiche Chancen außergewöhnliche Entdeckungen zu machen. Eine Fachjury vergibt unter allen [8:tension]-Künstler_innen den renommierten mit 10.000 Euro dotierten Casinos Austria Prix Jardin d’Europe. Die Online-Community bestimmt den/die Gewinner_in des FM4 Fan Award.

Tanz und Performance treffen bei ImPulsTanz auch dieses Jahr auf bildende Kunst. Das Festival setzt seinen Weg der Zusammenarbeit mit bedeutenden österreichischen Museen fort und bringt überdies mit Tino Sehgal einen der bedeutendsten Vertreter an der Schnittstelle beider Genres an den Start. Der deutsch-britische Künstler präsentiert ein speziell für ImPulsTanz 2016 konzipiertes Projekt, Encounters—under—Construction, das sich weltweit erstmalig in Wien erprobt. Im Fokus einer fünfwöchigen Reihe stehen höchst unterschiedliche Austauschformate, die es Künstler_innen aus Tanz, Performance und bildender Kunst ermöglichen, relevante gesellschaftliche und künstlerische Fragen unserer Zeit – auch durch Bewegung – zu reflektieren: u.a. mit Jérôme Bel, Boris Charmatz, Maria Hassabi, Philippe Parreno, Rachel Rose und Meg Stuart.

Neben dem Performanceprogramm lädt das Festival sein Publikum selbst zum Tanz und zelebriert von früh bis spät zeitgenössische Lebenskultur: ob bei Live-Konzerten und DJ-Nights in der ImPulsTanz festival lounge im Burgtheater Vestibül oder bei einem der mehr als 200 Workshops in den atemberaubenden Studios im Wiener Arsenal, wo 150 Dozent_innen und Choreograf_innen aus der ganzen Welt ihr Wissen mit Anfänger_innen und Profis teilen.

Dazu gibt es die beliebten Ausbildungsprojekte. 2016 bieten Alito Alessi, Gründer und Direktor von DanceAbility, im Rahmen des Festivals einen einmonatigen Lehrgang zum DanceAbility Trainer an, keine Vorkenntnisse erforderlich! Ismael Ivos höchst erfolgreiches Ausbildungsprogramm Biblioteca do Corpo geht in seine vierte Runde und das neu ausgerichtete Trainingsprogramm ATLAS – Creating Dance Trails bietet jungen Tanzschaffenden Studioräumlichkeiten für Researcharbeiten und zur Stückentwicklung, parallel dazu individuelle Trainingsprogramme, den Besuch internationaler Produktionen und den Austausch mit Künstler_innen aus 100 Ländern bei ImPulsTanz 2016.

Anmeldung zu den Ausbildungsprojekten ab sofort online.

 

 

 

Allgemeine Informationen:
http://www.impulstanz.com

 

 

 

 

 

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