Tirol führt 2017 neue Öffi-Tarife ein

 

erstellt am
09. 03. 16
11:00 MEZ

LH Platter und LHStvin Felipe: "Tarifreform soll Tiroler Haushalte entlasten und Umwelt schonen"
Innsbruck (lk) - Geht es nach den Plänen der Tiroler Landesregierung, soll im Frühjahr 2017 der erste Teil der großen Tarifreform im öffentlichen Verkehr umgesetzt werden. Am 08.03. wurde dafür ein Grundsatzbeschluss gefasst. Bis Juli dieses Jahres soll ein Detailkonzept vorliegen. „Zentrale Aufgabe der Politik ist es, bestmögliche Rahmenbedingungen für das Leben der Menschen zu bieten. Die Tiroler Landesregierung nimmt diese Aufgabe sehr ernst“, betont LH Günther Platter und verweist auf Initiativen im Bereich des Wohnens, wie etwa die Zinssenkung bei der Wohnbauförderung oder das Impulspaket für Arbeit und Beschäftigung.

„Eines der wichtigsten Grundbedürfnisse ist natürlich auch leistbare Mobilität“, sagt Platter. Schon bisher habe das Land Tirol im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs mit allen Systempartnern sehr viel auf Schiene gebracht. Dazu zählen der Aufbau des S-Bahnsystems, Regiobuskonzepte und die Unterstützung von Park-and-Ride Anlagen. „Eine Tarifreform ist der nächste logische Schritt, um den öffentlichen Verkehr noch attraktiver zu machen“, erklärt der Landeshauptmann.

Anreize zum Umstieg in die Öffis
„Für die Lebensqualität der Menschen in Tirol und für die gute Luft in unseren Tälern sind günstige Öffis ganz wichtig", sagt die für den öffentlichen Personenverkehr zuständige Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe. Sie hat seit zwei Jahren gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Tirol (VVT) ein Tarifmodell entwickelt, das neben Vergünstigungen für bereits jetzt mit Öffis pendelnde Menschen auch ein großer Anreiz zum Umstieg vom Auto in Zug und Bus sein soll.

Dabei wird es Regio-Tickets geben, mit denen TirolerInnen ihre Strecken bis zu einer gewissen Distanz um 365 bis 400 Euro im Jahr zurücklegen werden können und ein tirolweites Ticket für alle Öffis, das etwas teurer sein soll, als das Regio-Ticket. Die längsten mit dem Regio-Ticket verfügbaren Strecken wie etwa Telfs-Innsbruck kosten heute bis zu 900 Euro pro Jahr, das einem tirolweiten Ticket am nächsten kommende Ticket im Verkehrsverbund Tirol kostet heute 1.792 Euro.

„Wir können nächstes Frühjahr also öffentliche Mobilität für PendlerInnen auf bestimmten Strecken um bis zu 50 Prozent preiswerter anbieten, als das bisher der Fall war“, informiert LHStvin Felipe. Über die konkreten Preise entscheiden die ausstehenden Schlussverhandlungen mit den Verkehrsbetrieben, deren Leistungen ebenfalls in den neuen Regio- und Tiroltickets enthalten sein sollen. Die bisherigen Vergünstigungen werden im Rahmen der Tarifreform in die neuen Tarife integriert. Bisherige Doppel- und Dreifachförderungen werden abgeschafft und das dadurch frei werdende Geld in die Tarifreform investiert, deren genauer Finanzrahmen erst nach den Schlussverhandlungen mit den Verkehrsbetrieben feststehen wird.

 

 

 

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