Karl Khevenhüller-Metsch zum
 spanischen Honorarkonsul ernannt

 

erstellt am
04. 05. 16
11:00 MEZ

LH Kaiser und LR Holub bei Empfang anlässlich des Besuches von Spaniens Botschafter auf Schloss Niederosterwitz
Madrid/Klagenfurt (lpd) - Der Unternehmer und Burgherr von Hochosterwitz, Karl Khevenhüller-Metsch, wurde am 03.05. vom spanischen Botschafter Alberto Carnero zum Honorarkonsul ernannt. Den feierlichen Rahmen dafür bildete ein Empfang auf Schloss Niederosterwitz in Launsdorf. Auch Landeshauptmann Peter Kaiser und Landesrat Rolf Holub waren unter den vielen Gästen aus dem Konsularischen Korps und öffentlichen Leben Kärntens. Die Familie Khevenhüller ist seit Jahrhunderten eng mit Spanien verbunden. Auch der neuernannte Honorarkonsul wuchs in Spanien auf und lebt heute in Kärnten und Spanien.

Kaiser gratulierte Khevenhüller-Metsch und dankte Botschafter Carnero sowie dem gesamten Konsularischen Korps. Der Empfang auf Niederosterwitz stehe für eine tief verbundene Zusammenarbeit zwischen der Republik Österreich, Kärnten und Spanien. Der Landeshauptmann merkte an, dass Europa bedauerlicherweise gerade seine Gegensätze mehr entdecke als sein Gemeinsames. „Dabei braucht Europa gerade jetzt das Verbindende, das Diplomatische, gelebten Zusammenhalt, wie wir ihn auch hier pflegen. Es gilt, die Zukunft Europas zu gestalten und zu prägen“, so Kaiser. Dem neu ernannten spanischen Honorarkonsul dankte er auch dafür, dass er die Internationalität Kärntens verstärke. Dass der Botschafter die beim Antrittsbesuch in der Kärntner Landesregierung erhaltene Kärnten-Krawatte beim Empfang trug, wertete Kaiser als besonderes Zeichen. Den Abschluss seiner Rede bildeten noch einige Gedanken auf Spanisch.

Der neue spanische Honorarkonsul Karl Khevenhüller-Metsch ist Eigentümer und Betreiber der Land- und Forstwirtschaft „Gutsverwaltung Osterwitz“ sowie des Gewerbebetriebes für Fremdenverkehr und Gastwirtschaft „Burg Hochosterwitz“. Außerdem ist er in Spanien selbständiger Unternehmer im Bereich erneuerbare Energie, insbesondere Windkraft. Als Sohn von Max und Illy Khevenhüller wuchs er mit seinen fünf Geschwistern in Spanien auf. Spanisch wird auch von der neuen Generation der Familie, nämlich den insgesamt 22 Enkeln von Max und Illy, beherrscht.

Die Familie Khevenhüller ist schon seit Jahrhunderten mit Spanien auf wirtschaftlicher und politischer Ebene sowie über die große Verwandtschaft verbunden. 1549 kam es zu einer Zusammenkunft zwischen Christoph Khevenhüller und dem spanischen Infanten Philipp, 1551 beherbergte Christoph den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und spanischen König Karl V. in Villach. Christophs Sohn Hans Khevenhüller wurde 1561 zum ständigen Botschafter des Kaisers beim spanischen König Philipp II. ernannt. Mit der Lieferung einer Münzprägemaschine aus Hall in Tirol ins Münzhaus von Segovia sorgte er für das erste dokumentierte Industriehandelsgeschäft zwischen Österreich und Spanien. Außerdem lieferte der Botschafter Araberpferde nach Wien und Lipica, aus denen dann die Lipizzanerrasse entstand. Über diese Familiengeschichte geforscht hat auch der spanische Historiker Alfredo Alvar, der im Rahmen des Empfanges auf Schloss Niederosterwitz geehrt wurde.

 

 

 

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