Tirol: Sektorales Fahrverbot ab 1. November gültig

 

erstellt am
20. 05. 16
11:00 MEZ

Innsbruck (lk) - LH Günther Platter und LHStvin Ingrid Felipe haben die Verordnung für das Sektorale Fahrverbot unterzeichnet, das ab 1. November 2016 in Tirol gilt. „Wir haben unser Versprechen an die Bevölkerung, für eine deutliche Reduktion der Schadstoffe in Tirol zu sorgen, eingelöst: Mit dem Sektoralen Fahrverbot regeln wir, dass bestimmte Güter nicht mehr per Lkw transportiert werden dürfen“, erklärte LH Platter am 19.05.. „So bringen wir bei voller Wirksamkeit etwa 200.000 Lkw auf die Schiene und reduzieren einen Großteil der Schadstoffe.“

„Das Sektorale Fahrverbot ist ein weiterer Meilenstein für die Umwelt in Tirol“, sagte Umwelt- und Verkehrsreferentin LHStvin Felipe. „Das Fundament dafür haben wir mit dem permanenten Luft-100er gelegt – dieser hat bewirkt, dass die Schadstoffbelastung schneller als vorhergesehen gesunken ist.“ Die Europäische Union hatte im Vorfeld der Einführung des Sektoralen Fahrverbots auf gelindere Mittel wie den Luft 100-er bestanden.

Das Sektorale Fahrverbot im Detail
Ab Sommer 2016 sind alle Solo-Lkw der Klasse Euro II verboten, mit Ende 2017 wird das Verbot auf alle Lkw (Solo, Lastzüge, Sattelkraftfahrzeuge) der Klasse Euro III ausgeweitet. „Allerdings gibt es eine Ausnahme vom Euro III-Verbot für regionale Kurzstrecken und Verteilerverkehr bis 2019“, so LH Platter. Des Weiteren werden Lkw der Klasse Euro VI bis zum April 2018 für Güter wie Holz oder Aushub und bis Juli 2018 für Güter wie Eisenerze oder Stahl vom Sektoralen Fahrverbot ausgenommen.

Landesunterstützung für modernen Fuhrpark
Das Land unterstützt im Bemühen um eine Reduktion der Schadstoffe auch Unternehmen, die in einen modernen Fuhrpark investieren wollen, mit zwei Förderungen. So wird nicht nur die Anschaffung neuer Lkw gefördert, sondern auch die Stilllegung von alten Fahrzeugen. Pro Unternehmen können um bis zu 13 neue Lkw angesucht werden, bei der Stilllegung um maximal zehn. „Bisher wurden 450 alte Lkw ersetzt – das sind rund 5,7 Millionen Euro an Fördermittel, die ein Investitionsvolumen von fast 24 Millionen Euro ausgelöst haben“, berichtet LH Platter.

 

 

 

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