Strategie zur fachlichen Ausrichtung in der Pflege

 

erstellt am
24. 08. 16
11:00 MEZ

Neu: Möglichkeit der Festanstellung bei Mohis und Pilotprojekt in der Übergangspflege
Bregenz (vlk) - Auch angesichts demografisch bedingter Herausforderungen hält das Land Vorarlberg in der Pflege und Betreuung an der Prämisse "so viel wie möglich ambulant, so viel wie nötig stationär" fest. Gemeinsam mit den Systempartnern wird die fachliche Ausrichtung entsprechend konzipiert. Als aktuelle Neuerungen stellten Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser, Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker und Gesundheitslandesrat Christian Bernhard im Pressefoyer am 23.08. die Möglichkeit der Festanstellungen bei den MoHis und die Neuausrichtung der Übergangspflege vor.

Vor allem die steigende Zahl alter Menschen, Veränderungen in den Familien und eine Zunahme an Single-Haushalten sind Entwicklungen, die im Betreuungs- und Pflegewesen vorausschauendes Handeln erfordern, erläuterte Rüdisser. In einem einjährigen Strategieprozess haben die Fachleute des Landes Vorarlberg die Herausforderungen definiert und priorisiert. Ziel ist es, regionsbezogene, verbindliche Konzepte für die Versorgungslandschaft zu erarbeiten und umzusetzen.

Die mobilen Hilfsdienste (MoHis) entlasten betreuende bzw. pflegende Angehörige und sind für Landesrätin Wiesflecker dadurch "ein wesentliches Glied in der Versorgungskette". In ihrem Auftrag wurden nun Kriterien festgelegt, um ab September landesweit 50 bis 55 Dienstposten im Angestelltenverhältnis zu vergeben. Die Anstellungen ermöglichen den MoHi-Institutionen einerseits ihrer Versorgungsaufgabe noch besser nachzukommen, andererseits wird die Attraktivität der MoHi-Institutionen als Arbeitgeber erhöht. "Das ist wichtig, um der Abwanderung von ausgebildeten Heimhelferinnen und -helfern zu anderen Institutionen mit Festanstellungen entgegenzuwirken", so Wiesflecker.

Eine weitere Neuausrichtung betrifft die Übergangspflege. Landesrat Bernhard verwies auf das Geriatrie Konzept Vorarlberg, laut dem im Anschluss zur stationären Akutversorgung die nachgelagerte Versorgungsstruktur bedarfsgerecht weiter ausgebaut werden soll. Diesem Zweck dient das Pilotprojekt Remobilisation im Pflegeheim (remobilisierende Übergangspflege). In zwei Pflegeheimen (gesamt zehn Plätze) werden Patientinnen/Patienten aus orthopädischen und neurologischen Abteilungen nach Entlassung aus dem Krankenhaus aufgenommen. Akutkranke geriatrische Patienten (wie z.B. Oberschenkelhalsbruch, Schlaganfall) erhalten dadurch bedarfsgerechte weitere Remobilisation zur Wiederherstellung der Fähigkeiten zur weitgehend selbständigen Lebensführung im häuslichen Umfeld. Im Vordergrund stehen die Gesundung der Betroffenen und Erhaltung ihrer Eigenständigkeit, die Vermeidung von Fehlbelegungen und Entlastung der Krankenhäuser und um die Steigerung der Attraktivität des Arbeitsplatzes für das Pflegepersonal."

 

 

 

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