Tirol: 43 Quadratkilometer oder
 11 Prozent mehr Naturpark

 

erstellt am
07. 10. 16
11:00 MEZ

LHStv Geisler und LHStvin Felipe: "Wir vergrößern den Hochgebirgsnaturpark Zillertaler Alpen" – Tuxer Hauptkamm wird ins Ruhegebiet einbezogen,
Innsbruck (lk) - Über zwei Jahre haben die Verhandlungen mit Gemeinden und GrundstückseigentümerInnen gedauert, viele davon haben LHStv Josef Geisler und LHStvin Ingrid Felipe selber geführt – jetzt ist der große Wurf gelungen: Der Hochgebirgsnaturpark Zillertaler Alpen wird um 42 Quadratkilometer vergrößert, der Tuxer Hauptkamm in die Ruhegebietsfläche mit einbezogen. „Der Hochgebirgsnaturpark ermöglicht Erholung in der freien Natur und ist gleichzeitig ein Bekenntnis des Landes zur intensiven Betreuung des Schutzgebietes“, sagt LHStv Geisler, der außerdem an die raumordnerische Bedeutung erinnert: „Ruhegebiete ermöglichen einen Erhalt der Naturlandschaft und unterstützen die traditionelle bäuerliche Bewirtschaftung.“

Touristisch seien Markenzeichen wie jenes des Hochgebirgsnaturparks Erfolgsgaranten, sagt LHstvin Felipe: „Gerade im Sommertourismus kann man die Bedeutung der unberührten Natur nicht hoch genug schätzen. Das ist nicht nur gut für die Tiroler Wirtschaft, sondern es ist auch gut für die im Tourismus beschäftigten Menschen, wenn aus ihren saisonalen Arbeitsplätzen immer mehr Ganzjahres-Arbeitsplätze werden.“ Mit 130 Partnerbetrieben hat der Naturpark Zillertal eine enge Kooperation und bringt gemeinsam Einheimischen und Gästen die Tiroler Natur mit ihren Blumenwiesen und ihren unberührten Kulturlandschaften näher. Der Naturpark Zillertal wurde 2015 von einer Fachjury für die exzellente Arbeit des Teams um Geschäftsführer Willi Seifert und um Obmann Heinz Ebenbichler zu Österreichs „Naturpark des Jahres“ gewählt. Der Naturpark legt sehr viel Wert auf ehrlichen Diskurs und vertrauensvolle Kooperation mit all jenen Gruppen, die sich teils schon seit Jahrhunderten für die Pflege und Entwicklung dieses tollen Natur- und Erholungsraumes einsetzen. Dieser Schritt zeigt, dass wir mit dieser bodenständigen auf einem guten Weg sind.

1991 wurde der Zillertaler Hauptkamm erstmals als Ruhegebiet definiert, 2001 erfolgte die Ernennung zum Naturpark. Mit der Erweiterung um den Tuxer Hauptkamm kommen noch einmal 43 Quadratkilometer dazu und der Hochgebirgsnaturpark umfasst damit 422 Quadratkilometer. Sowohl die beiden betroffenen Gemeinden, Finkenberg und Tux, als auch alle AnrainerInnen sind in den Prozess eingebunden und mit der Erweiterung einverstanden. Die Erweiterungsfläche verläuft von der Grenze des bestehenden Ruhegebiets entlang des Grates des Hohen Rifflers über den gesamten Tuxer Hauptkamm in Richtung Nordosten und findet dort seinen Abschluss in der Einbeziehung des Naturwaldreservates Ebenschlag. Einen neuen Namen bekommt das Ruhegebiet folgerichtig auch: Es heißt jetzt Ruhegebiet Zillertaler und Tuxer Hauptkamm.

Die Highlights im Naturpark
Zahlreiche Wander- und Themenwege wie der Berliner Höhenweg und der Wasserfallweg verlaufen entlang des Ruhegebiets, das sich durch eine Vielzahl von naturkundefachlichen Besonderheiten auszeichnet. Das Vorhandensein von weitgehender Ruhe bewirkt einen besonderen Erholungswert. Besonders wertvoll sind auf der Tuxer Seite die Elsalm mit ihrem Bürstlingsrasen und Feuchtflächen und der Rotboden mit seinem Borstgrasrasen, einen besonderen landschaftlichen Wert hat die Grieralm mit einem Mosaik aus verschiedenen Lebensräumen und Landschaftseinheiten. Auf 1.600 bis 1.900 Metern liegt das Naturwaldreservat Ebenschlag, das von der forstwirtschaftlichen Nutzung ausgeschlossen ist und zahlreiche kleine Moore aufweist. Alpintouristisches Highlight ist der Berliner Höhenweg auf Ginzlinger Seite, der durch eine faszinierende Gebirgslandschaft führt. Großer Beliebtheit erfreut sich nahe der neuen Ruhegebietsgrenzen auch der Wasserfallweg Hintertux mit dem Naturdenkmal Schraubenfälle.

 

 

 

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