Kärntner Feuerwehren: Effizient ausgestattet
 und fit für alle Herausforderungen

 

erstellt am
17. 10. 16
11:00 MEZ

Feuerwehrreferent LH Kaiser präsentierte Tätigkeitsbericht 2015 der Kärntner Feuerwehren – Arbeitsgruppe im Landesfeuerwehrverband führt Evaluierung durch
Klagenfurt (lpd) - Im Landesfeuerwehrverband Kärnten in Klagenfurt fand am 14.10. eine Pressekonferenz mit Feuerwehrreferent LH Peter Kaiser, Landesfeuerwehr- kommandant-Stellvertreter Rudolf Robin und Gemeindebundpräsident Bürgermeister Peter Stauber statt. Präsentiert wurden der Tätigkeitsbericht der Kärntner Feuerwehren für das Jahr 2015 ebenso wie künftige Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz für Herausforderungen der 399 Freiwilligen Feuerwehren in Kärnten.

Der Landeshauptmann hob das starke und gut funktionierende Netzwerk der Sicherheit und das Zusammenspiel aller Einsatz- und Rettungsorganisationen und Behörden hervor und gab ein klares Bekenntnis zu den Kärntner Feuerwehren ab. „Die Bevölkerung weiß, dass sie sich auf alle Einsatzorganisationen des Landes verlassen kann. Jede Frau und jeder Mann, der dahinter steht, ist ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft. Meinerseits gibt es nicht die geringste Überlegung, auch nur eine Feuerwehr zu schließen. Mir geht es vielmehr darum, Kärntens Feuerwehren noch besser und effizienter auszustatten“, so Kaiser.

Um künftig die bestmögliche Ausrüstung und Ausbildung zur Verfügung stellen zu können, wurde eine Evaluierungsarbeitsgruppe im Landesfeuerwehrverband mit Rudolf Robin an der Spitze installiert. „Sie wird eine auf Regionen bzw. Gemeinden bezogene Analyse durchführen und klären, in welcher Gemeinde welche Einsätze für Feuerwehren besonders häufig auftreten und wahrscheinlich sind“, betonten Kaiser und Robin. Auf Basis einer Matrix und eines Ausrüstungschecks soll in weiterer Folge für die Feuerwehren ein abgestimmter Ausrüstungsplan erstellt werden.

Der Landeshauptmann nannte auch konkrete Zahlen in Bezug auf die Förderung, die an die Freiwilligen Feuerwehren in den letzten Jahren ausgeschüttet wurden und angedachte Neuerungen. In den letzten drei Jahren waren es rund 10,3 Millionen Euro (2014: 3,3 Millionen Euro, 2015: 3,1 Millionen Euro, 2016: 4 Millionen Euro). Technisch und EDV mäßig aufgerüstet wird die Landesalarm- und Warnzentrale (LAWZ). Die Bezirksalarmzentralen werde man nicht schließen, die Alarmierung werde aber künftig über die LAWZ erfolgen. Insgesamt sollen zwischen sieben und acht Millionen Euro in eine große Einsatzzentrale und Redundanzstelle investiert werden.

Als notwendig und zukunftweisend sieht Kaiser die fünf KAT-Züge. „Ihr Einsatz hat sich bei der Naturkatastrophe in Afritz mehr als bewährt. Der KAT-Zug 3 der Feuerwehren der Bezirke Klagenfurt Stadt und Klagenfurt-Land führt nächsten Donnerstag und Freitag in Slowenien eine grenzüberschreitende Übung durch, so Kaiser. Der Landeshauptmann berichtete auch, dass der Gesamtschaden in Afritz sich auf 1,7 Millionen Euro belaufe und 59 Antragsteller für finanzielle Beihilfen von zwei Mitarbeitern des Nothilfswerkes bereits beraten wurden.

Robin erläuterte Einzelheiten zur Evaluierung der Einsatzsituation und der Gerätschaft. Ihr zur Folge soll jede Feuerwehr über eine Basisausrüstung verfügen und die weitere technische Ausstattung soll auf ihre Anforderungen zugeschnitten sein. „Das Ziel lautet Zweckmäßigkeit und Zielorientierung“, so Robin. Durch die Spezialisierung, dank hochqualifizierter Ausbildung und hochtechnischer Ausrüstung, sollen sich die Feuerwehren künftig noch effizienter unterstützen.

Gemeindebundpräsident Stauber begrüßte die Initiative des Landes und des Landesfeuerwehrverbandes für die Evaluierung. „Die Zeit bleibt nicht stehen. Die Arbeitsgruppe wird vernünftige Kriterien zu Tage bringen, die sich positiv in den Gemeinden niederschlagen werden“, ist Stauber überzeugt.

Die heute genannten Zahlen und Fakten aus dem Tätigkeitsbericht 2015 der Kärntner Feuerwehren lauteten: Es gab 17.992 Einsätze,davon 11.712 technische Einsätze (65,10 Prozent) und 6.280 Brandeinsätze (34,90 Prozent). 334 Menschenleben konnte gerettet werden. 305.931 Einsatzstunden wurden geleistet. Kärntens Feuerwehren verfügen über 950 Einsatzfahrzeuge. Rund 5.000 Personen besuchten Lehrgänge an der Landesfeuerwehrschule.

 

 

 

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